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Teilzeit nicht zwingend auch in Nachmittagsschicht

Kiel Ein Arbeitgeber muss einen Teilzeitwunsch unter Umständen auch dann genehmigen, wenn die Mitarbeiterin nur bis Mittag und nicht im betriebsüblichen Wechsel von Vormittags- und Nachmittagsschicht arbeiten will.

Das entschied das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein nach einem am Montag (20. Dezember) veröffentlichten Urteil in einem einstweiligen Verfügungsverfahren (Aktenzeichen: 3 SaGa 14/10). Im vorliegenden Fall endete die Elternzeit einer Änderungsschneiderin Mitte Dezember. Die seit über zehn Jahre in ihrem Betrieb beschäftigte Frau kann nicht auf Ehemann und Verwandte zur Versorgung ihres Kindes zurückgreifen und fand nur für drei Tage Platz in einer Kindestagesstätte. Daher bat sie um eine Teilzeittätigkeit an drei Tagen ohne Nachmittagsschicht.

Der Arbeitgeber lehnte dies aus organisatorischen Gründen ohne ein weiteres Gespräch ab. Auch Teilzeitbeschäftigte müssten die Nachmittagsschicht mit abdecken. Er muss nun aber beweisen, inwiefern die gewünschte Teilzeitarbeitszeit nicht durch zumutbare Änderung der Betriebsabläufe oder Einsatz einer in sein Schichtsystem integrierten Ersatzkraft ermöglicht werden kann.

In erster Instanz war ein Eilantrag der Klägerin noch aus formalen Gründen abgewiesen worden, weil die Klägerin eine Frist nicht einhielt. Das LAG entschied dagegen, ein Teilzeitverlangen, das die gesetzlich geregelte Ankündigungsfrist von drei Monaten nicht wahrt, sei nicht unwirksam. Es führe nur dazu, dass nicht bereits ab Ende der Elternzeit, sondern erst drei Monate nach dem Antrag mit der Teilzeit begonnen werden könne.

dpa-infocom


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