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Gute Konten-Übersicht durch Online-Banking-Software

Berlin/Bonn Wer jeden Monat nur Miete und Telefonrechnung überweist, dem reicht das klassische Online-Banking.

Wer aber mit mehreren Konten jongliert, greift besser zu Spezialsoftware. Die gibt es auch für Smartphones.

Beim Online-Banking hat der Nutzer grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Der kostenlose und naheliegende Weg ist, die Portale der jeweiligen Banken direkt mit dem Browser anzusteuern. Es gibt aber auch spezielle Programme, die eine Verbindung zu den Servern der Banken herstellen können.

Die Programme kosten allerdings Geld und erstmal auch ein wenig Arbeit. Sie lohnen sich deshalb vor allem für Nutzer mit komplexeren Finanzverhältnissen, also zum Beispiel für Selbstständige oder Eigentümer von Häusern oder Wohnungen. Denn die können auch bei sorgfältiger Buchführung schnell den Überblick über ihre verschiedenen Konten und den Finanzstatus verlieren.

Bei der Wahl des richtigen Programms spielt auch die Bank eine Rolle, bei der man seine Konten hat. «Sie sollten sich vorher auf jeden Fall informieren, ob das Programm auch bei ihrer Bank funktioniert», sagt Kerstin Altendorf vom Bundesverband Deutscher Banken in Berlin. Oft könnten die Banken auch bestimmte Programme empfehlen, weil sie mit den Herstellern zusammenarbeiten. Diese garantieren Software-Updates aber nur ein bis zwei Jahre. Danach muss meist eine neue Version angeschafft werden.

Qualitativ sind sich fast alle auf dem Markt erhältlichen Produkte ähnlich - zumindest, was die Grundfunktionen angeht. «Die Programme, die es so gibt, funktionieren alle und haben auch keine Sicherheitslücken», sagt Birgit Austrup von der Zeitschrift «Computer-Bild», die aktuelle Programme getestet hat. In der Bedienung seien manche Programme etwas umständlich: «Vor allem für die erste Einrichtung sollte man sich etwas Zeit nehmen und dem Programm genau sagen, welche Vorgänge wie gebucht und gespeichert werden sollen.»

Unterschiede zeigen sich vor allem für anspruchsvolle Nutzer. So können zwar alle Programme einen individuellen Finanzüberblick erstellen. Aber nur etwas teurere Programme wie «WISO Mein Geld 2011 Professional» von Buhl Data machen das wirklich umfassend und fehlerfrei. Dieser Zusatznutzen hat aber auch seinen Preis: Für das WISO-Programm oder das vergleichbare Quicken 2011 von Lexware werden je nach Version rund 40 Euro fällig.

Günstiger fahren Nutzer etwa mit Home-Banking 2010 von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft. Das kostet nur 15 Euro und bringt nicht viel weniger Leistung als andere Programme. «Für uns war das der klare Preis-Leistungs-Sieger», sagt Austrup. Das Programm kann die Finanzdaten sogar so aufbereiten, dass sie von anderen Programmen für die Steuererklärung weiterverarbeitet werden können.

Ein wichtiges Thema beim Online-Banking ist die Sicherheit. «Man darf sich nicht nur auf die Technik verlassen», sagt Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in Bonn. Man muss den Rechner sauber halten: Schadsoftware könnte sonst sensible Bankdaten ausspionieren. Ein stets aktueller Virenscanner und eine Firewall sind Pflicht. Rechner, von denen aus Bankgeschäfte gemacht werden, sollten auch immer per Passwort gesichert werden. Viele Programme haben sogar einen eigenen Passwortschutz. Vor allem gilt: Niemals Passwörter, PINs oder TAN-Nummern auf dem Rechner speichern.

«Ein typischer Fehler ist auch, mit Administrator-Rechten ins Netz zu gehen», sagt Gärtner. Dadurch mache man es potenziellen Schädlingen besonders leicht. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann eine sogenannte Start-CD nutzen, die bei manchen Banking-Programmen mitgeliefert wird. Dann läuft die Kontoanwendung in einer Umgebung, die nicht durch Angriffe verändert werden kann.

Grundsätzlich sind Banking-Programme vor allem für unerfahrene Anwender ein wenig sicherer als das normale Online-Banking, sagt Birgit Austrup: «Mit den Banking-Programmen können sie einen Großteil der Arbeit auch offline erledigen. Online sind Sie dann nur zum Austausch der Daten zwischen Bank und Programm.» Online-Banking im Browser ist auch anfälliger für das sogenannte Phishing. Dabei versuchen Kriminelle, Nutzern über gefälschte Internetseiten oder E-Mails Passwörter, PINs oder TAN-Nummern zu entlocken. Bankgeschäfte per Handy erledigen Banking-Programme gibt es auch für Smartphones, zum Beispiel iOutbank von Stoeger IT für das iPhone oder S-Banking von Star Finanz für iPhone, Android oder Windows Mobile. Viele Banken bieten auch eigene Apps an. «Die Banking-Apps sind generell schon ziemlich ausgereift», sagt Rafaela Möhl vom Telekommunikationsportal Teltarif. In den iPhone-Varianten der beiden Programmen hat die Zeitschrift «c't» aber Sicherheitslücken gefunden: Bei iOutbank wurden deshalb mit der Version 2.8.2 Verschlüsselungsprobleme behoben, bei S-Banking schließt Version 1.6.4 Lücken in der Datenübertragung. Nutzer sollten deshalb darauf achten, stets die aktuellste Version zu verwenden. Von Tobias Hanraths, dpa

dpa-infocom


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