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Weihnachten geht auch umweltfreundlich

Berlin Weihnachten ist kein Fest für Umweltschützer: Kräftig gedüngte Zucht-Weihnachtsbäume, ein stromfressendes Lichtermeer und Müllberge aus Geschenkpapier verderben ihnen das Fest. Dabei kann jeder die Feiertage etwas umweltfreundlicher gestalten.

Weihnachtsbaum: Tannenbäume, Fichten und Kiefern vom Förster aus der Region oder aus dem Öko-Anbau sind die beste Wahl. Ein Öko-Baum ist am FSC-, Naturland- oder Bioland-Siegel zu erkennen. Eine Liste von Anbietern hat die Umweltschutz-Organisation Robin Wood ins Internet gestellt. Von Zuchtbäumen raten Umweltschützer ab. Für ihr perfektes Aussehen werden die Bäume auf Plantagen meist kräftig gespritzt und gedüngt werden, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin. Robin Wood nennt das Sauerland, Bayern oder Importländer wie Dänemark und Tschechien als Zuchtzentren.

Beleuchtung: Lichterketten , Schwibbögen und Weihnachtssterne blitzen und blinken in vielen Wohnungen und Gärten. Wer dafür Modelle mit Leuchtdioden (LED) nutzt, ist gut beraten. Denn sie sind stromsparend. «Lichtschläuche und Lichterketten mit herkömmlichen Glühlämpchen verbrauchen mehr als das zehnfache an Energie und belasten so unnötig das Klima», sagt Christian Noll, Energie-Experte beim Umweltverband BUND in Berlin. Er hat errechnet, dass alle Lichterketten in Deutschland in der Weihnachtszeit zusammen so viel Strom verbrauchen wie zwei Kleinstädte in einem Jahr.

Für die Beleuchtung am Haus und im Garten rät der Nabu-Waldexperte Johannes Enssle tagsüber zu solarbetriebenen Lichterketten. Am Abend könne auf Strom zurückgegriffen werden. Sinnvoll sei auch, die Weihnachtsbeleuchtung über eine Zeitschaltuhr zu steuern, sagt er.

Christbaumschmuck: Statt Schnee- oder Glitzerspray an die Tanne zu sprühen, mal zu Watte greifen. Umweltfreundlich und dekorativ sind zudem Lebensmittel wie Nüsse, Plätzchen und Obst, erklärt Nabu. Auch Stoffbänder und Figuren aus Holz, Stroh, Papier und Wachs schmücken den Baum.

Kerzen: Wer in der Weihnachtszeit Kerzen aus Bienenwachs brennen lässt, hat ein reines, ökologisches Gewissen. Die goldgelben Stumpen sind zwar teurer als Paraffin- und Palmöl-Kerzen, dafür sind sie ein natürliches Produkt. Paraffin- und Palmöl-Kerzen würde Johannes Enssle dagegen im Einkaufsregal stehen lassen. Denn Paraffin wird aus Erdöl - und damit nicht umweltfreundlich - hergestellt. «Für Palmöl-Kerzen wurden in den vergangenen Jahren massiv Regenwälder abgeholzt, vor allem in Indonesien», sagt er. Auf diesen Freiflächen werden Palmöl-Monokulturen angepflanzt. Verbraucher können sich beim Kerzen-Kauf auch am «RAL-Gütezeichen» orientieren. Darauf weist der BUND hin. Das Gütezeichen verpflichtet Hersteller, mit möglichst schadstoffarmen Rohstoffen, Farben und Lacken zu arbeiten.

Weihnachtsgrüße: Hier zeigt sich Nabu-Experte Enssle großzügig. Eine E-Mail verbrauche zwar weniger CO2 als eine Postkarte. «Aber an Weihnachten kann man eine Ausnahme machen. Postkarten sind persönlicher und passen besser zum Fest», sagt er. Wer dennoch etwas für die Umwelt tun wolle, könne Karten von Umweltorganisationen kaufen. Diese seien aus Recyclingpapier hergestellt und mit Umweltbotschaft bedruckt, erklärt Enssle.

Geschenkpapier: Klarsichtfolie, aluminiumbeschichtetes Geschenkpapier, Klebebänder und Kunststoffverpackungen ade. Denn diese Verpackungen lassen sich nur teilweise oder gar nicht recyceln. Eine umweltfreundliche Alternative ist Geschenk-Recyclingpapier. Das ist am «Blauen Engel» oder dem FSC-Siegel zu erkennen, sagt Enssle. Oder man lässt der Kreativität freien Lauf. «Zeitungspapier mit einer lustigen Meldung oder einem schönen Bild ist eine witzige und preiswerte Verpackungsidee», sagte der Nabu-Experte. Als Bänder eignen sich Jute, Sisal und Bast, schlägt der BUND vor. Auch mit Tücher und Stoffreste lassen sich Geschenke zusammenbinden. Als Dekoration sehen Stern-Anis, Zimtstangen und kleine Lärchen-Zapfen schön aus.

Korken und Co.: Zum Fest knallen öfter die Korken. Und wenn schon so viele Wein- und Sektflaschen geöffnet werden, dann sollte sie mit Naturkorken und ohne umweltbelastende Zinn-Blei-Aufsätze versehen sein. Das empfiehlt Nabu-Experte Enssle. Wer die Verschlüsse sammelt und abgibt, unterstützt die Kranichschutz-Kampagne des Naturschutzbundes Deutschland. Eine Liste von Sammelstellen ist im Internet zu finden.

Liste der Öko-Weihnachtsbaum-Anbieter (pdf)

Kork-Sammelstellen in der Umgebung finden

Mehr Tipps für Öko-Weihnachten vom Nabu

BUND-Adventskalender mit Umweltschutz-Tipps

Mehr Informationen zum «Blauen Engel»

Online-Shop für Umwelt-Produkte

dpa-infocom


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