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Mode

Figurschmeichelnder Einteiler: Der Body ist zurück

Berlin Der Body feiert in dieser Saison ein Comeback. Besonders angesagt sind Blusenbodys - so rutscht das Hemd nie wieder aus Hose oder Rock.

Auch unter engen Strickkleidern macht der Body eine gute Figur. So kann er sogar ein paar Kilo mehr dezent formen.

Das Anziehen ist etwas kompliziert , dafür sitzt er perfekt in der Hose oder im Rock: Die Rede ist vom Body. Nachdem der Einteiler in den 80er und 90er Jahren in allen Formen und Farben zu sehen war, verschwand er danach für Jahre aus den Kaufhäusern und Kleiderschränken. Nun, 25 Jahre nachdem die Modedesignerin Donna Karan den Body «erfunden» hat, feiert er ein Comeback. Vor allem der Blusen-Body als Teil des Business-Outfits ist unverzichtbar.

«Der Body ist wieder Trend», sagt Elke Giese vom Deutschen Mode-Institut in Berlin. Er passe gut zu der aktuellen, fokussierten Mode. Sie ist geradlinig, pragmatisch, funktionell und unkompliziert - «genau wie der Body», so Giese. Und auch in anderer Hinsicht passt das Comeback des Einteilers zum modischen Zeitgeist. «Es wird immer weniger zwischen Unter- und Oberbekleidung getrennt». Und so wird der Einteiler auf dem Laufsteg gerne nur mit High-Heels und eventuell einer Netzstrumpfhose kombiniert.

Dass das Frau so nicht auf der Straße tragen kann - wenn sie denn nicht ein durchgeknallter Superstar ist - dürfte klar sein. Doch der Body macht auch in Kombination mit anderen Kleidungsstücken viel her. Einkaufsberaterin Simone Piskol aus Heidenau bei Dresden empfiehlt den Body unter den modischen, kurzen Strickkleidern zu tragen. «Der Body zaubert eine schöne Silhouette und wirft keine Falten.» Um den Bund von Strumpfhosen zu kaschieren, rät Piskol, den Body über der Strumpfhose zu tragen. «Das formt dann eine Linie», rät sie.

Genauso gut ist der Body mit hochtaillierten, aber auch tief sitzenden Hosen und Jeans zu kombinieren. Bei den hoch geschnittenen Hosen gibt es keine Falten, bei Hüfthosen sorgt der Body dafür, dass kein Unterhemd aus dem Hosenbund rutschen kann. «Besonders für den Winter sind die Bodys praktisch. Bauch und Rücken sind mit dem Body immer bedeckt», sagt Maria Hans, Stylistin aus Hamburg.

Toll sehen die eng anliegenden Einteiler auch unterm Blazer oder der Kurzjacke aus. Angesagt sind auch Blusenbodys, die oben aussehen wie eine Bluse, aber ein angenähtes Höschen haben. Damit sitzt die Bluse immer perfekt, nichts kann herausrutschen. «Der Body ist ein echtes Basic-Teil. Wenn man sich darin wohlfühlt, erfährt man ein neues Körpergefühl», sagt Giese.

Der Body ist außerdem nicht nur ein Kleidungsstück für schlanke Damen. «Jede Frau kann ihn tragen», sagt Piskol. «Untendrunter» getragen kann er sogar das ein oder andere Speckröllchen kaschieren. «Der Body ist ein Körperformer», ergänzt Hans. Wer besonders viel verbergen will, kann auch zu formenden Unterwäsche-Bodys greifen. «Er ist ein unauffällig perfektes Teil. Die modernen High-Tech-Materialien machen ihn zu einer zweiten Haut», sagt Giese.

Trotzdem gibt es beim Kauf einiges zu beachten. «Der Einteiler muss gut sitzen, das ist das A und O», rät Maria Hans. Da beim Body viele Maße zusammenkommen ist Anprobieren unerlässlich. Das Höschen darf keinesfalls einschneiden. Der Body sollte straff, aber nicht hauteng sitzen, das Oberteil darf aber auch nicht zu schlaff um den Körper hängen. «Um eine möglichst gute Passform zu finden, sollte man auf einen hohen Anteil an Elasthan achten.» Die beiden äußeren Verschlüsse müssen so gesetzt sein, dass im Schritt nichts reibt. Piskol rät, den Body immer mit der Kleidung anzuprobieren, mit der er später getragen werden soll.

Designerin Donna Karan hat auch in der aktuellen Winter-Kollektion den Body wieder im Programm. In einem Statement erklärt sie: «Alles beginnt mit dem Bodysuit. Wenn man den anhat, kann man alles andere dazu tragen.» Auch viele andere Designer haben den Einteiler wieder für sich entdeckt. Yves Saint Laurent bietet einen korsettartigen Leder-Body an. Rochas dagegen gibt sich eher romantisch mit lässigen Bodys. In den Boutiquen und Modehäusern sind die Bodys meist etwas schlichter. Es gibt sie mit langen oder kurzen Armen, mit Rundhals-Ausschnitt oder Rollkragen. Wer es ein wenig extravaganter mag, greift zu glänzenden Modellen oder solchen mit Spitzenbesatz. Von Nadine Hantke, dpa

dpa-infocom