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Zierstrauch mit Früchten: Unbekannte Indianer-Banane

Bonn Tropische Früchte im eigenen Garten? Meist klappt das nicht.

Aber es gibt einen kleinen Baum, der Früchte voll exotisch-fruchtiger Aromen liefert und winterhart ist: die Indianerbanane. In den USA ist sie sehr beliebt, bei uns hingegen kaum bekannt.

Banane, Mango, Melone und ein bisschen Vanille: Ende September bis Anfang Oktober ist es soweit: Dann stecken die 100 bis 300 Grann schweren Früchte der Indianer-Banane voller Süße und Aromen. Das cremige, gelbliche Fruchtfleisch, in das dicke, bohnenartige, schwarze Kerne gebettet sind, lässt sich so löffeln oder zu Kompott, Eis und Tortenfüllungen verarbeiten.

Die eigentümlichen Blüten und die goldgelbe Herbstfärbung machen die Indianer-Banane (botanisch: Asimina triloba) auch als Gartengehölz interessant. Sie zählt zu den Annonengewächsen, zu denen auch Cherimoya (Annona cherimola) und Zimtapfel (Annona squamosa) gehören. Aber die Indianerbanane ist die einzige, die sich auch für unsere Gärten eignet.

Ursprünglich stammt die Indianerbanane aus dem östlichen Nordamerika. Von Florida im Süden bis hinauf ins kanadische Ontario erstreckt sich das natürliche Verbreitungsgebiet. Raue Witterung bekommt sie dort reichlich. Daher steckt sie auch bei uns Temperaturen bis unter minus 20 Grad locker weg. Die Indianer schätzen die dicken Asimina-Früchte schon seit Jahrtausenden. Erst nur wild gesammelt, wandelte sie sich zur Kulturpflanze. Hernando de Soto entdeckte auf seiner Expedition zum Mississippi bereits 1541 kultivierte Exemplare.

Weil sie mit ihrer äußeren Form an Papaya erinnert, erhielt sie den Namen «Pawpaw», der noch heute in den USA gebräuchlich ist. Dort zählt sie zu den beliebten Gartengehölzen, und es gibt viele Sorten, die sich in Geschmacksintensität, Anzahl und Größe der Früchte, Farbe des Fruchtfleisches und Reifezeit unterscheiden. Einige von ihnen wie 'Prima 1216', wie 'Profilic' oder 'N-1' werden inzwischen auch bei uns angeboten.

Am Naturstandort wird Asimina bis zu zehn Meter groß. Bei uns schafft der kleine, reich verzweigte Baum oder mehrstämmige Strauch das nicht. Er behält mit drei bis sechs Metern Höhe das rechte Gartenformat. Dazu wächst er langsam und fügt sich so mühelos auch in kleinere Gärten und Gartenräume. Im Kübel bleibt er noch handlicher. Dort stagniert sein Wachstum bei zwei bis maximal drei Metern. Er kann also durchaus auch auf einer größeren Terrasse Platz nehmen. Den begrenzten Wurzelraum im Kübel erträgt er gut, vorausgesetzt, er wird gleichmäßig mit Wasser versorgt und bekommt ausreichend Nahrung. Im Winter sollte er dann aber besser drinnen stehen. Die Gefahr, dass er trotz gutem Wurzelschutz draußen im Kübel nicht überlebt, ist groß.

Indianerbananen wollen an Licht wachsen, so wie sie das in den lichten Wäldern am Naturstandort auch tun. Daher brauchen junge Exemplare erst einmal einen Standort im wechselnden Schatten. Später wollen sie ihre Krone in viel Licht und Sonne baden. Das ist einfacher zu bewerkstelligen als es klingt. Ausreichend hohe Sträucher und Stauden als Nachbarn bieten jungen Pflanzen den nötigen Wechsel zwischen Sonne und Schatten. Sind sie darüber hinaus gewachsen, bekommen sie Sonne pur. Trockenheit mögen sie nicht. Erst genügende Bodenfeuchte lässt sie zügig wachsen.

Sonst sind sie sehr anpassungsfähig , auch wenn sie am liebsten auf einem leicht sauren bis neutralen Boden stehen, der zugleich locker und nahrhaft ist. Mit Kompost und Dünger versorgt haben sie genügend Kraft, sich gut zu entwickeln. Sie sind dann sehr widerstandsfähig und werden kaum von Krankheiten und Schädlingen befallen.

Zur Kultur der Indianer-Banane Von Helga Panten, dpa

dpa-infocom



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