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Die Piloten der Formel 1: Timo Glock

Team: Virgin Racing (seit 2020)
Startnummer: 24
Land: Deutschland
Geburtsdatum: 18. März 1982
Geburtsort: Lindenfels (Deutschland)
Wohnort: Wersau (Deutschland)
Größe: 1,69 m
Gewicht: 64 kg
Familie: ledig
F1-Debüt: Kanada 2004
Bisherige Teams: Jordan (Testfahrer 2004 + 4 Rennen),
BMW-Sauber (Testfahrer 2007), Toyota (2008-2009)
Homepage: www.timoglock.de
Bodenständig, bescheiden, beständig und begabt: Timo Glock zählt zu den am meisten unterschätzten Formel-1-Piloten. Anders als viele seiner Kollegen spuckt der 27 Jahre alte Hesse keine großen Töne und verkauft seine eigenen Leistungen eher unter Wert. Nach seinem ersten Podestplatz, einem sensationellen zweiten Rang bei der Hitzeschlacht auf dem Hungaroring im August 2008, sagte der damals durch Magenkrämpfe zusätzlich gestresste Glock zum Medienhype um seine Person: «Oh je - und jetzt auch noch dieser Rummel.» Der gelernte Gerüstbauer aus Wersau wirkt in der Glamour- und Glitzer-Scheinwelt häufig wie ein Fremdkörper.

Natürlich will auch Glock wie alle Grand-Prix-Fahrer Weltmeister werden. Während seiner zwei Jahre bei Toyota schien zumindest ein Sieg eine Selbstverständlichkeit zu sein. Ein Wunschdenken, wie sich angesichts der mangelnden Konkurrenzfähigkeit des in Köln ansässigen Teams herausstellte. Die vor dieser Saison ausgestiegenen Japaner waren nur beim Budget die Nummer 1. Zu mehr als vier Podestplätzen und jeweils Gesamtrang zehn in der Fahrer-WM 2008 und 2009 reichte es nicht.

Ausgerechnet beim neuen Rennstall Virgin will er nun seiner Karriere wieder Schwung verleihen. Schon früh unterschrieb der Odenwälder beim vorigen Besitzer Manor. Erst nach seinem Engagement übernahm der Unternehmer Richard Branson das Team und taufte es um. Dass der von einem Cosworth-Achtzylinder angetriebene VR-01 bei den Testfahrten meist wegen etlicher Kinderkrankheiten auffiel, nahm Glock gewohnt nüchtern hin: «Wir haben sicher einen langen Weg vor uns. Aber ich sehe das eher langfristig. Wenn wir Punkte holen würden, wäre das natürlich toll.»

Virgins Technik-Direktor Nick Wirth schätzt nicht nur diesen Realitätssinn an Glock. «Genau so einen wollte ich: Timo ist mit Slicks gefahren, er hat Erfahrung, er war GP2-Champion, er ist noch jung und auf dem Boden geblieben», sagte der Engländer, den Glocks Zusage damals begeistert hatte. «Ich war im siebten Himmel und wäre fast in Tränen ausgebrochen.»

(Stand: März 2010)

dpa-infocom


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