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Die Piloten der Formel 1: Michael Schumacher

Team: Mercedes GP (seit 2010)
Startnummer: 3
Land: Deutschland
Geburtsdatum: 3. Januar 1969
Geburtsort: Hürth-Hermühlheim (Deutschland)
Wohnort: Vufflens-le-Château (Schweiz)
Größe: 1,74 m
Gewicht: 68 kg
Familie: Ehefrau Corinna, Sohn Mick, Tochter Gina Maria
F1-Debüt: Belgien 1991
Erster GP-Sieg: GP Belgien 1992
Größte Erfolge: 7 WM-Titel (1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004)
Bisherige Teams: Benetton Ford (1991-1994), Benetton Renault (1995),
Ferrari (1996-2006)
Homepage: www.michael-schumacher.de
Es ist schon das Comeback des Jahrzehnts und könnte im Erfolgsfall das Comeback des Jahrhunderts werden: PS-Pensionär Michael Schumacher hat mit seiner spektakulären Rückkehr nach drei Jahren Formel-1-Pause für noch mehr Schlagzeilen als nach seinem siebten Titeltriumph gesorgt. Als fahrerischer Fixstern im matt lackierten Silberpfeil soll und will der Rekord-Weltmeister mit dem neuen Team Mercedes Grand Prix an seine alten Erfolge und die glorreiche Ära der 50er Jahre des schwäbischen Konzerns anknüpfen. «Wir haben das Ziel und die Mission, den Titel zu holen», kündigte Schumacher klar die Marschrichtung an.

Schumacher räumte nach den ersten Testfahrten allerdings ebenso klar ein: «Ich glaube nicht, dass wir gleich die ersten Rennen gewinnen. Unser Ziel ist es, in Bahrain nicht zu weit weg von den Besten zu sein. Doch die Saison ist lang. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht um die WM mitkämpfen sollten.» Und sollte es 2010 nicht klappen, bleiben Schumacher ja zwei weitere Jahre, um das «achte Weltwunder» zu schaffen.

Vergessen scheint das Intermezzo im Motorradsport. Selbst der folgenschwere Trainingsunfall vor gut einem Jahr in Cartagena brachte Schumacher nicht dazu, die Finger vom Rennfahren zu lassen. Im Gegenteil: Als Fiat-Präsident Luca di Montezemolo seinen «Michele» inständig bat, für den in Ungarn schwer verletzten Felipe Massa wieder auf das «springende Pferd» zu steigen, wollte er für Ferrari aushilfsweise fahren. Letztendlich verhinderten die Unfallfolgen seines Motorradsturzes schon das Comeback für 2009. Laut seiner Ärzte ist die Schädelbasisverletzung mittlerweile auskuriert.

Schließlich war es Ross Brawn, der als Technik-Direktor bei Benetton und Ferrari zu allen sieben WM-Gewinnen maßgeblich beigetragen hatte, der Schumacher alle Bedenken austrieb und zur Rückkehr bewegte.

Mit dem Cockpit-Wechsel zu Mercedes GP schließt sich für den Kerpener der Kreis: Vor 20 Jahren fuhr der damalige «Mercedes-Junior» schon in der Sportwagen-WM einen Silberpfeil. Zudem bürgte der Konzern für das Talent bei dessen Formel-Debüt im August 1991 bei Jordan. Schumachers Rückkehr zu Mercedes ist also auch ein spätes Dankeschön für die damalige finanzielle Unterstützung.

War die Geschichte mit ein Grund für sein Comeback, so will er nun auf der Rennstrecke weiter Geschichte schreiben. Dabei ist der erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten schon jetzt eine lebende Legende. Seine einmaligen Erfolge scheinen Rekorde für die Ewigkeit zu sein: Sieben WM-Titel, fünf Titel in Folge, 91 Grand-Prix-Siege, 154 Podestplätze, 68 Pole-Positionen, 76 schnellste Rennrunden, 5096 Runden bzw. 23 848 Kilometer in Führung liegend, 1369 Punkte, mit 148 Zählern die höchste Punktzahl bei einem WM-Gewinn, 13 Siege in einer Saison, nach 11 von 17 Rennen schnellster Weltmeister, und, und, und...

Trotz dieser Bestmarken-Flut braucht Schumacher den Reiz des Rennens, die neue Herausforderung. «Ich bin heiß aufs Fahren auf hohem Niveau», nannte er als einen Hauptgrund. Sein im Vergleich zu den meist wesentlich jüngeren Konkurrenten fortgeschrittenes Alter sieht der 41-Jährige nicht als Nachteil. Von einem «Duell der Generationen» will der zweifache Familienvater ebenfalls nichts wissen: «Jung oder alt spielt keine Rolle.» Auf die Frage, ob er - auch in Anspielung auf seine wegen der ersten silbernen Strähnen gefärbten Haare - mit dem Spitznamen «grauer Star» leben könne, sagte er schmunzelnd: «Muss ich wohl - oder?»

(Stand: März 2010)

dpa-infocom


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