pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Wirtschaft     » Börse     » Fonds

Dax klar im Minus

Frankfurt/Main - Der Dax hat am letzten und verkürzten Handelstag des Jahres deutliche Verluste hinnehmen müssen. Der Leitindex sank am Donnerstag um 1,16 Prozent auf 6914,19 Punkte. Auf Jahressicht verbuchte er aber ein sattes Plus von mehr als 16 Prozent.

Für den MDax ging es am Donnerstag um 0,14 Prozent auf 10 128,12 Punkte nach oben, hier brachten die vergangenen zwölf Monate einen Zuwachs von mehr als einem Drittel. Der TecDax schloss mit einem Abschlag von 0,42 Prozent auf 850,67 Punkte, das Jahresplus fiel mit rund vier Prozent vergleichsweise gering aus.

Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory sprach von einem «überdurchschnittlichen Jahr». Auffällig sei die große Spreizung unter den Dax-Werten. Einerseits seien etwa Autotitel kräftig gestiegen, andererseits stehe bei Versorgertiteln ein klares Minus zu Buche. Am letzten Handelstag 2010 sei das Interesse der Anleger nur noch sehr gering gewesen, sagte er. Für Fonds etwa sei der Vortag viel wichtiger gewesen, weil auf Basis dieser Schlusskurse auch die Schlusskurse der Fonds berechnet würden. Dass der Dax die Marke von 7000 Punkten gerissen habe, erinnere an das Vorjahr. Damals war der Leitindex am letzten Handelstag knapp unter 6000 Punkte gefallen. «Das sollte aber kein schlechtes Vorzeichen für 2011 sein.»

Autowerte verabschiedeten sich an diesem Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel. BMW-Titel legten um 0,22 Prozent auf 58,850 Euro zu, Daimler dagegen drehten im späten Handelsverlauf noch ins Minus und verloren am Ende 1,15 Prozent auf 50,730 Euro. Die Vorzüge von Volkswagen gaben um 1,98 Prozent auf 121,40 Euro nach. Auf Jahressicht waren die Aktien der Autobauer VW und BMW die größten Gewinner im Dax. Beide Titel verbuchten einen Kurszuwachs von jeweils deutlich mehr als 80 Prozent.

Auch die Anteilsscheine von Infineon zählten wie schon im Jahr 2009 zu den gefragtesten Werten. Ein Plus von knapp 80 Prozent steht bei den Papieren des Halbleiterkonzerns 2010 zu Buche. Am Donnerstag notierten sie am Ende mit minus 0,92 Prozent bei 6,963 Euro.

Die Papiere der beiden Versorger Eon und RWE schlugen sich am letzten Handelstag des Jahres besser als der Gesamtmarkt. Erstere verloren 0,09 Prozent auf 22,935 Euro und letztere sanken um 0,52 Prozent auf 49,89 Euro. Auf Jahressicht litten die als eher defensiv geltenden Versorgeraktien insbesondere unter der geplanten Einführung der Brennelementesteuer in Deutschland. 2010 waren sie mit Kurseinbußen von jeweils mehr als 20 Prozent die größten Verlierer im deutschen Leitindex.

Im MDax gaben die Aktien der Fernsehsender-Gruppe ProSiebenSat.1 zum Jahresschluss zwar 2,17 Prozent auf 22,500 Euro ab, auf Jahressicht triumphierten die Titel aber mit einem Aufschlag von fast 180 Prozent. Steigende Werbeeinnahmen beflügelten die Titel, hieß es. Am MDax-Ende mit einem Minus von rund 25 Prozent im abgelaufenen Jahr steht mit den Aktien von Sky Deutschland ebenfalls ein Fernsehsender.

Der EuroStoxx 50 lag mit 0,93 Prozent bei 2814,91 Punkten im Minus. Auch die Leitindizes in London und Paris notierten zum deutschen Handelsschluss in der Verlustzone.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,51 (Vortag: 2,55) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 124,96 Punkte. Der Bund Future legte 0,43 Prozent auf 125,31 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3280 (1,3136) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7530 (0,7613) Euro.

dpa-infocom