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VW-Betriebsrat: Leiharbeiter sollen übernommen werden

Wolfsburg - Vor Beginn der neuen Tarifrunde bei Volkswagen im Januar macht sich Betriebsratschef Bernd Osterloh für eine feste Übernahme weiterer Kollegen mit Leiharbeitsverträgen stark. Wegen der großen Erfolge 2010 hätten die Mitarbeiter dies verdient, sagte er der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung».

Allein im Stammwerk Wolfsburg hätten die Beschäftigten in diesem Jahr 36 Sonderschichten gefahren. Dank der robusten Auftragslage bekamen 400 Leiharbeiter bereits eine langfristige Perspektive bei VW. «Im nächsten Jahr, das gleich wieder mit Sonderschichten beginnt, wollen wir weitere Kollegen fest übernehmen. Das ist mit dem Vorstand fest vereinbart.»

Eine große Herausforderung für die Mitarbeiter werde die Einführung des «Modularen Querbaukastens», meinte Osterloh. «Aber unsere Kollegen gehören zu den erfahrensten Fahrzeugbauern der Welt.» Bei dem System «Modularer Querbaukasten» werden gleiche Teile in viele unterschiedliche Modelle eingebaut, die Zahl der Varianten sinkt beträchtlich. Mit dem neuen System sollen die Stückkosten deutlich sinken, VW kann außerdem neue Modelle schneller entwickeln, bauen und auf den Markt bringen.

Osterloh sagte zudem, auch das neue Schichtsystem in Wolfsburg werde der Betriebsrat «genau im Auge behalten». Die Belegschaft müsse vom neuen Haustarifvertrag deutlich profitieren. Es sei eine Tatsache, dass sie in den vergangenen Jahren «extrem zum Erfolg von Volkswagen beigetragen» habe. Schon in der ersten Verhandlungsrunde erwartet Osterloh ein konkretes Angebot. Die IG Metall will ein Lohnplus von sechs Prozent.

Konzernchef Martin Winterkorn kündigte in der «Börsen-Zeitung» an, dass sich VW auch im kommenden Jahr besonders stark dem Wachstumsmarkt China widmen werde. Er bekräftigte Pläne, mittelfristig über zehn Milliarden Euro in den Ausbau der Kapazitäten zu investieren. Der Aufsichtsrat hatte im November beschlossen, von 2011 bis 2015 weitere 10,6 von insgesamt 51,6 Milliarden Euro in seine chinesischen Gemeinschaftsunternehmen fließen zu lassen.

«Wir haben auch allen Grund, selbstbewusst aufzutreten», erklärte Winterkorn dem Blatt mit Blick auf den derzeitigen VW-Marktanteil von rund 18 Prozent. Die Chinesen seien oft aber nicht mehr zu jedem Zugeständnis gegenüber ausländischen Investoren bereit. «Wir schauen uns sehr genau an, was in China geschieht.»

dpa-infocom