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Pixeldesign und Co.: Muster richtig mixen

Berlin Die Einrichtung der Wohnung hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun. Denn wilde Mustertapeten und Farbkombinationen sind immer noch was für Mutige.

Dabei wirken Muster anregend - und mit ein paar Tricks harmonieren sie mit den vorhandenen Möbeln.

Ob Grafik-Design, Neo-Barock oder nostalgische Stickmotive - selten war die Wohnungsdekoration bei Mustern und Farben so freizügig wie im Moment. Und selten zuvor gab es so wenig Grenzen bei der Kombination. Da steht das dreifarbige Sofa mit Grafikmuster vor einem Holz-Paravent im Pixel-Design, daneben tummeln sich Beistelltische aus Metall und Holz, und über dem Ensemble thront ein alter chinesischer Wandteppich.

Muster halten den Blick fest und inspirieren, erläutert der Trendforscher Prof. Axel Venn aus Berlin. «Ich habe noch nie in einem weißen Raum ein interessantes Gespräch gehabt.» Außerdem demonstrieren Muster und Farben in der Wohnung Selbstbewusstsein - das ist der einzige Trend, den man wirklich festhalten kann. «Ich gestalte heute meine Wohnung nicht wie es einem Trend entspricht - sondern wie es mir entspricht», ergänzt die Architektin und Buchautorin Annette Galinski aus dem baden-württembergischen Ludwigsburg.

Wie in der Mode derzeit alles drunter- und drüber getragen wird, so wird jetzt in der Wohnung alles miteinander kombiniert. «Nur der eigene Geschmack setzt die Grenzen», fügt Wohnexpertin Katharina Semling aus Oldenburg hinzu.

Dennoch gibt es einige Tricks, wie der wilde Mustermix harmonisch rüberkommt. Zunächst sollte man sich fragen, wie der Raum genutzt werden soll: als Rückzugsort oder Kommunikationszentrum? Danach richtet sich, ob die Farben und Muster anregend oder beruhigend wirken sollen. «Wichtig ist auch, ob mit der Umgestaltung die Proportionen des Raumes verändert werden sollen», sagt Galinski. Horizontale Muster beispielsweise gaukeln dem Auge optische Weite vor.

Bei der Auswahl helfen Farbtafeln , Stoffmuster und einzelne Tapetenstücke, die die meisten Baumärkte und Fachhändler anbieten. «Und dann lassen Sie sich Zeit», rät Galinski. Am besten wird das Tapetenstück an die Wand geklebt oder das Stoffmuster auf das Sofa gelegt. So lässt sich dann die Wirkung mehrere Tage bei verschiedenen Lichtverhältnissen testen. Meist spürt man dabei schon, was zusammen passt, ob das Muster nervös macht oder die Farbe nach einer Weile nerven kann. Wer danach immer noch unsicher ist, probiert es erst einmal mit gemusterten Sofakissen, Decken oder Vorhängen.

Ist das Muster ausgesucht, bekommt aber nicht gleich das gesamte Zimmer eine neue Tapete. «Entweder man kombiniert verschiedene Tapeten, zum Beispiel Blumenmuster mit Streifen», empfiehlt Venn, der sich auch als Buchautor mit dem Thema beschäftigt hat. Oder eine Wand wird tapeziert und alle weiteren in einer ähnlichen Farbe gestrichen. «Dafür wird ein Farbton aus der Tapete ausgewählt - meist der sanftere Ton», rät Venn. Wichtig sei, bei der Kombination von Mustern und Farben das «Wiederaufnehmen vorhandener Formen und Farben». So sollte sich zum Beispiel die dominante Farbe aus dem Patchwork-Vorhang im Teppich wiederfinden oder das Teppichmuster im Sofabezug.

Auch wenn es keine eindeutigen Trendfarben gibt, eignen sich knallige Töne beim Farb- und Mustermix nur bedingt. Weil auch Holz in der Wohnung weiterhin schwer angesagt ist, passen sanfte Farben am besten. «Die angesagten Holztöne Eiche und Nussbaum harmonieren mit einem getrübten Zitronengelb, Efeu-Grün mit Patina sowie sanften Grau- und Blautönen», sagt Venn. Das Holz als Werkstoff für Möbel soll so unbehandelt wie möglich aussehen. «Starke Maserungen sind gefragt», sagt Venn. Die Sägespuren bleiben stehen, und Astlöcher werden gezielt herausgearbeitet - und so das natürliche Muster betont.

Service:

Venn, Axel/Venn-Rosky , Janina: Farbvergnügen. Aktuelle Wohntrends 2010. Callwey. 128 S. Euro 14,95, ISBN-13: 978-3-7667-1858-7

Galinski, Annette/Benesch, Markus: Das Musterbuch: Stoffe, Möbel, Wände, Böden. DVA. 192 S. Euro 39,99, ISBN-13: 978-3421037916 Muster mit Licht inszenieren Damit Muster und Farben in einem Raum besser zur Geltung kommen, sind verschiedene Lichtquellen nötig. Zur Inszenierung eignen sich mehrere Tisch- und Stehlampen besser als eine Deckenlampe, rät der Trendforscher Prof. Axel Venn aus Berlin. «Die unterschiedlichen Lichtquellen machen Muster lebendig und geben dem Raum mehr Tiefe.» Von Anne Gottschalk, dpa

dpa-infocom


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