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Geheimtreffen - HSV und Veh vertagen Entscheidung

Hamburg Trainer Armin Veh und die Spitze des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV haben sich heimlich getroffen, doch eine Entscheidung über eine längerfristige Zusammenarbeit wurde vertagt.

«Wir sind uns darüber einig, dass wir jetzt erstmal die Rückserie so erfolgreich wie möglich bestreiten wollen. Alles Weitere werden wir dann besprechen, wir müssen uns da keinen unnötigen Druck aufbauen. Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass die Grundsätze im Verein stimmen», berichtete Veh auf der Onlineseite «hsv.de» über sein Treffen in dieser Woche mit dem HSV-Vorstand um Clubchef Bernd Hoffmann.

Zunächst war das Meeting für Neujahr anberaumt worden. Der ehemalige Meistertrainer des VfB Stuttgart ist noch bis Sommer 2012 an die Hanseaten gebunden. Allerdings verfügen Coach und Club jeweils über eine Option zur Kündigung des Kontrakts zum 31. Mai 2011. «Die Arbeit hier im Verein macht mir unheimlich viel Spaß, und ich freue mich auf die Rückserie, die wir alle gemeinsam mit sehr viel Elan und Freude angehen», betonte Veh. Dass zuletzt sogar über seinen Rücktritt spekuliert worden war, kann er nicht nachvollziehen. «Es stand für mich nie infrage, dass ich mein Amt weiterhin ausfüllen und auch in der Rückrunde auf der Bank sitzen werde.»

«Ich habe nie daran gezweifelt, dass es so sein wird», erklärte dazu HSV-Vorstandchef Hoffmann. Er selbst will ungeachtet aller zuletzt aufgekommenen Kritik so lange wie möglich Präsident des Traditionsclubs bleiben. «Ich kann mir gut vorstellen, bis zur Rente HSV-Vorsitzender zu sein. Auch wenn es sich für einige als Drohung anhören könnte», sagte Hoffmann der «Bild»-Zeitung. «Die Aufgabe als HSV-Vorsitzender macht mir sehr viel Freude. Sie ist einfach faszinierend. Der HSV ist der beste Verein in Deutschland», ergänzte der Vorstandsvorsitzende, dessen Vertrag Ende 2011 ausläuft. Über seinen Verbleib im Amt muss der neue Aufsichtsrat befinden.

Beim Bundesliga-Gründungsmitglied werden am 9. Januar 2011 vier der zwölf Aufsichtsratsposten neu vergeben. Für Hoffmann kommt deshalb die mitten im Wahlkampf geäußerte Kritik seiner Vorgänger Uwe Seeler und Wolfgang Klein an der Finanzpolitik des Traditionsvereins zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Es geht vor allem um eine bekanntgewordene 20-Millionen-Euro-Hypothek, die der HSV in den nächsten zwei Jahren für bereits geleistete Transfers abzahlen muss.

«Das ist ein ganz und gar gängiges Geschäftsgebaren und nicht anders als in den Jahren zuvor, in denen wir jeweils am Saisonende ein positives Ergebnis erzielt haben», meinte Hoffmann. Wichtig sei, «dass der Gesamtverein eine grundsolide finanzielle Basis besitzt». Das Stadion sei rund 100 Millionen Euro wert und werde 2017 abbezahlt sein. «Zudem haben wir rund 100 Millionen Euro in unseren Kader investiert, und davon sind 80 Prozent schon gezahlt», sagte Hoffmann.

dpa-infocom


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