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Da ist das Ding: HSV-Handballer feiern die Schale

Hamburg Tränen, Träume, Tanzeinlagen - Handball-Bundesligist HSV Hamburg hat ausgelassen das zweite Kapitel seiner Meisterschaftsstory gefeiert und setzt den Partymarathon von nun an mit dem Objekt der Begierde fort.

«Die Schale endlich in der Hand zu haben, war der schönste Moment des Abends», berichtete Nationalspieler Pascal Hens nach dem Duschen noch völlig aufgedreht. Drei Wochen hatten sich die Hanseaten nach dem rechnerischen Erringen des Premierentitels gegen Gummersbach gedulden müssen.

Um 20.49 Uhr war es am Mittwochabend so weit: HSV-Kapitän Guillaume Gille erhielt die Trophäe aus den Händen von Bundesliga-Präsident Reiner Witte. Dieser fasste sich kurz: «Stellvertretend für Handball-Deutschland gratuliere ich dem HSV zur deutschen Meisterschaft», sagte Witte. Sogleich stürzten sich die Akteure wie Kinder auf das runde Etwas. «Dafür haben wir zehn Monate gearbeitet», betonte Kreisläufer Igor Vori, für den ein Traum in Erfüllung ging. «Das ist nicht der letzte Titel. Die Schale bleibt hier in Hamburg noch viele, viele Jahre.»

Seine Teamkollegen wollten so weit gar nicht schauen. Samstag weilt der HSV zum Rundenabschluss in Balingen und macht sich postwendend auf den Rückweg. Denn am Sonntag stehen der Empfang bei Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz und der obligatorische Gruß vom Rathausbalkon auf dem Programm. «Das nächste 'Spiel' ist immer das härteste», scherzte der von einem angebrochenen Wadenbeinköpfchen geplagte Michael Kraus - er meinte nicht Balingen, sondern den dritten Akt im Freudenfest.

Schwächelnde Kollegen fürchtet Schlussmann Johannes Bitter für Sonntag nicht: «Ich weiß nicht, was ihr alle habt. Wir sind Leistungssportler!», zerstreute der 28-Jährige alle Sorgen um das Stehvermögen der Profis. «Vielleicht können wir Sonntag auf dem Rathausmarkt die Stimmung von heute noch toppen», meinte Hens.

Begehrtester Mann des Abends war Coach Martin Schwalb. Die 13 296 Zuschauer in der ausverkauften Arena holten den Meistertrainer mit ihren Rufen sogar aus der Pressekonferenz heraus. «So habe ich mir das immer erträumt», sagte ein bewegter Schwalb, dessen Anteil am Erfolg nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.

Trotz der frühen Bekanntgabe des Wechsels von Schwalb auf den Posten des Geschäftsführers nach dieser Saison kassierte das Team bis jetzt nur zwei Niederlagen in 33 Partien. «Wir haben gezeigt, dass wir charakterstark sind, dass die Mannschaft weiter auf mich hört und alles mit durchzieht, was in so einer Saison nötig ist», erklärte Schwalb.

Einzig Per Sandström versagte beim Feiern die Stimme. Nach fünf Jahren an der Elbe verlässt der Schwede wie Krzysztof Lijewski den Meister und brachte vor der Fankurve bei zwei Anläufen unter Tränen nur ein «Danke» heraus, reckte die Schale empor - und wurde gefeiert. Von Christoph Grimmer, dpa

dpa-infocom



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