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Frankreich und Italien vor letztem Schritt

Berlin Frankreich und Italien können in den anstehenden Quali-Spielen schon fast das Ticket für die EM 2012 lösen.

Der deutsche Coach Bernd Stange hofft mit Weißrussland gegen die Franzosen auf ein «Wunder», die Azzurri fokussieren sich trotz des Wettskandals auf Estland.

Voller Schock blickt Italiens Nationalelf auf den Bestechungssumpf im eigenen Land. Nach den jüngsten Enthüllungen rückt sogar die bevorstehende EM-Qualifkation in den Hintergrund. Dabei kann der viermalige Weltmeister die Endrundenteilnahme für 2012 mit einem Sieg gegen Estland nahezu perfekt machen. «Es ist zurzeit nicht leicht über Fußball und die Nationalmannschaft zu reden», gestand Italiens Verteidiger Giorgio Chiellini von Rekordmeister Juventus Turin.

Immer wieder kamen neue Enthüllungen ans Licht, die Profis mussten sich erklären, Konzentration und Vorbereitung waren empfindlich gestört. «Glücklicherweise haben wir am Freitag ein sehr wichtiges Spiel, dass die Qualifikation besiegeln kann», sagte Chiellini. Vor der Partie in Modena führt Italien die Qualifikationsgruppe C mit fünf Zählern Vorsprung auf Slowenien und Serbien an und hat obendrein noch ein Spiel weniger als die Hauptkonkurrenten absolviert.

Unmittelbar nach einer landesweiten Razzia und der Festnahme mehrerer Spieler und Funktionäre suchte Chiellini gar das Positive am Skandalösen. Etwa, dass die Italiener 2006 auf dem Siedepunkt des vormaligen Wettskandals um Juventus Turin Weltmeister wurden. «Es war ein Weckruf. Wer weiß, vielleicht kommen wir so zurück wie damals schon», meinte Chiellini. Regisseur und Juve-Star Andrea Pirlo verurteilte die kriminellen Machenschaften als «ekelhaft».

Neben der Sorge um die Sauberkeit im geliebten Sport plagen Nationaltrainer Cesare Prandelli vor dem Duell mit Estland auch personelle Probleme. Weil «Enfant Terrible» Mario Balotelli (Manchester City) ausfällt, dürfte der Coach im Sturm auf Giuseppe Rossi setzen. Der Mann vom FC Villareal hatte beim 1:1 gegen Deutschland im Februar getroffen.

Neben Italien kann in Frankreich eine zweite Großmacht schon den entscheidenden Schritt in Richtung EM in Polen und der Ukraine machen. Wenn die «Équipe tricolore» um Bayern Münchens Star Franck Ribéry am Freitag in Minsk auf Weißrussland mit dem deutschen Trainer Bernd Stange trifft, dann hochmotiviert: Die 0:1-Heimpleite gegen die Weißrussen zum Qualifikationsstart im September 2010 ist noch lange nicht verblasst. «Dieses Spiel ist von kapitaler Bedeutung für den französischen Fußball», offenbarte Nationaltrainer Laurent Blanc.

Mit einem weiteren Erfolg könnte das mit zwölf Punkten in der Gruppe D vor den Weißrussen und Albanien (je 8) führende Team das EM-Ticket so gut wie lösen. Und der Europameister von 1984 und 2000 reist mit Selbstvertrauen an: Nach dem WM-Fiasko in Südafrika gab es zuletzt sechs Siege. Ein besonderer Tag wird es auch für Ribérys Teamkollegen Eric Abidal vom FC Barcelona. Nach einer Tumor-Operation und dem Champions-League-Triumph steht der Verteidiger in der Nationalelf vor dem Comeback.

Die Weißrussen müssen gleich auf acht Stammkräfte verzichten. Darunter ist wegen einer Verletzung auch der frühere Mittelfeldstar des VfB Stuttgart, Alexander Hleb. Dennoch kündigt Coach Stange an, dass «wir bereit sind für ein weiteres Wunder». Sollte es wirklich soweit kommen und gegen Luxemburg am kommenden Dienstag ein weiterer Sieg folgen, wäre Weißrussland sogar Tabellenführer.

Für Ottmar Hitzfeld und die Schweiz geht es in der Gruppe G beim Tabellenführer England am Samstag um die praktisch letzte Chance. Mit einer Niederlage auf der Insel könnte sogar Rang zwei außer Reichweite geraten. Die Engländer aber wollen trotz der Ausfälle ihrer Leistungsträger Steven Gerrard, Michael Carrick und Wayne Rooney ernst machen. «Es ist ein bedeutendes Spiel für uns, um die Saison gut abzuschließen», sagt Joleon Lescott (Manchester City).

In der Gruppe E muss Schweden, das neun Punkte hinter den souverän führenden Niederlanden liegt, im Spiel am Freitag in Moldawien Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic vom italienischen Meister AC Mailand wegen einer Fußverletzung ersetzen. Der 29-Jährige hofft aber auf einen Einsatz gegen Finnland am Dienstag. Von Michael Brehme und Matthias Jung, dpa

dpa-infocom


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