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«Scream 4»: Schocker zwischen Grauen und Komik

München Das Grauen beginnt mit einem verhängnisvollen Telefonanruf - wer den Hörer abnimmt, ist schon so gut wie tot.

Es ist das altbekannte Ritual, mit dem «Ghostface», der Serienkiller mit der unheimlichen weißen Maske, seine brutalen Morde ankündigt und das kleine Städtchen Woodsboro in Panik versetzt. Der Thriller «Scream 4» von US-Regisseur Wes Craven ist die Fortsetzung der legendären Schocker-Reihe und setzt auf bewährte Horrorfilm-Klischees: einen sadistischen Mörder, scharf gewetzte Messer, kreischende Opfer und literweise spritzendes Blut.

«Scream 4» ist ein Wiedersehen mit vertrauten Protagonisten. Abgesehen hat es der Killer einmal mehr auf eine: Sidney (Neve Campbell), die sich stets aus den Fängen von «Ghostface» befreien konnte, kehrt zehn Jahre nach der letzten Mordserie in ihre Heimatstadt Woodsboro zurück. Ausgerechnet am Jahrestag des Massakers soll sie ihr Buch, einen Bestseller über die grausamen Erlebnisse, vorstellen. Sorge bereitet das vor allem Sheriff Dewey (David Arquette) und der Reporterin Gale (Courteney Cox) - damals die einzigen Überlebenden neben Sidney.

Und tatsächlich: Die erste blutige Drohung von «Ghostface» folgt prompt. Die Ereignisse in Woodsboro scheinen sich zu wiederholen, abermals wütet die mörderische Maske in Sidneys Umfeld. Die Handlung in «Scream 4» ist in groben Zügen eine gewollte Neuauflage des ersten Massakers, dem Sidney entkommen konnte - der Ablauf des Verbrechens von damals ist die Vorlage für die Taten des Killers.

«Scream 4» ist einer der brutalsten Teile der Schocker-Reihe. Gleichzeitig ist der Film humorvoll und selbstironisch und hält allerlei spaßige Szenen bereit. David Arquette etwa überzeugt in der Rolle des unfreiwillig komischen Sheriffs, der mit dem blutigen Chaos in seiner Stadt hoffnungslos überfordert ist.

Elf Jahre nach «Scream 3» unternimmt Craven den Versuch, seinen gealterten Horror-Klassiker ins digitale Zeitalter zu holen. Mutet es im ersten Teil von 1996 noch außergewöhnlich an, dass «Ghostface» von einem Handy anruft, kontaktiert der Killer seine Opfer diesmal auch über Facebook und filmt seine Taten mit einer Webcam.

Die Morde folgen aber dem immergleichen Muster, die blutigen Szenen nutzen sich bisweilen ab. Dennoch bleibt «Scream 4» bis zuletzt spannend: Wer verbirgt sich diesmal hinter der mörderischen Maske? Das Finale des Films hält so manche Überraschung bereit.

Seite des Films Von Arne Meyer, dpa

dpa-infocom