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Ewige Seeräuber, ewige Jugend: Die Piraten sind zurück

München Captain Jack Sparrow ist zurück! Und mit ihm zum vierten Mal der «Fluch der Karibik».

In «Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten» schlüpft Johnny Depp erneut in die Rolle des Piraten mit Goldzähnen und wilden Zottelhaaren, der die Weltmeere unsicher macht und Feinde mit schrägem Witz und Unerschrockenheit schlägt.

Und natürlich kämpft er nicht nur gegen Widersacher wie Barbossa oder den berüchtigten Blackbeard. Auch Zombies, Briten und wunderschöne, vampirähnliche Meerjungfrauen setzen ihm heftig zu, während er die Quelle der Jugend sucht. Ein spannend-rasantes Kinovergnügen in beeindruckenden 3D-Bildern, bei dem die Macher unter Produzent Jerry Bruckheimer an Spezialeffekten nicht gespart haben.

Keira Kneightley aus den ersten drei Filmen ist nicht mehr dabei. Nun spielt Penélope Cruz als Anjelica einen wichtigen Frauenpart. Sparrow hat ihr das Herz gebrochen, und sie treibt ein undurchsichtiges Spiel mit ihm. Will sie ihm helfen, oder will sie dem skrupellosen Blackbeard (Ian McShane) beistehen und ihm Sparrow ans Messer liefern? Und dann ist da noch Barbossa (Geoffrey Rush), der am Ende des dritten Teils mit Sparrows Schiff Black Pearl davongesegelt war. Sein Ziel: Die Quelle der Jugend. Dumm nur, dass ausgerechnet Jack die Karte dazu hat. Auch Blackbeard hat von dem Jungbrunnen gehört. So beginnt ein spannender Wettlauf an den magischen Ort, bei dem jeder der Erste sein will.

Rund 140 Minuten dauert das bombastische Werk von Regisseur Rob Marshall («Nine»), das an die Erfolge der Piraten-Trilogie anknüpfen soll, die bislang weltweit weit mehr als zwei Milliarden Dollar eingespielt hat. Gedreht wurde auf Hawaii, in Los Angeles, in England und in der Karibik. Der Streifen lebt vor allem von den Effekten und natürlich von seiner Hauptfigur. Johnny Depp spielt seine Rolle gewohnt gut - mit Augenzwinkern und tänzelnd-lässigen Bewegungen. Sie sind längst das Markenzeichen des Captains geworden, abgeguckt von dem Rolling Stones-Gitarristen Keith Richards, der auch dieses Mal wieder einen Kurzauftritt hat als Jack Sparrows Vater.

Die Geschichte beruht auf dem Fantasy-Roman «In fremderen Gezeiten» von Tim Powers. Manches wirkt allerdings etwas zäh, so etwa die Ereignisse rund um die bildhübsche Meerjungfrau Syrena (Astrid Bergès-Frisbey). Die aufkeimende Liebe zwischen ihr und dem idealistischen Missionar Philip (Sam Claflin) ist zwar anrührend, lenkt aber auch von der Hauptgeschichte ab. Auch der Moment, in dem Sparrow über Tod und Leben von Blackbeard und Angelica entscheiden kann, ist wenig überraschend. Heftig diskutiert wurde im Internet auch der neue deutsche Synchronsprecher für Depp.

Doch trotz einiger Längen bereitet der Film großes Vergnügen. Wer es bis zum Ende des langen Abspanns aushält, wird belohnt: Mit einer völlig unerwarteten und reizvollen Zugabe, die vielleicht schon ein Ausblick auf einen möglichen fünften Teil ist. Das dürfte nicht nur Johnny Depp freuen, für den Jack Sparrow schon so etwas wie ein Alter Ego geworden ist. Schon 2007, nach dem Start des dritten Teils, hatte er von einer Fortsetzung geträumt: «Ich bin mit Kapitän Jack noch nicht fertig, warum sollten wir also nicht eine vierte oder gar fünfte Folge versuchen?»

Filmseite Von Cordula Dieckmann, dpa

dpa-infocom