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Rivalen oder Freunde? Geschwisterpaare im Film

München Spätestens seit Pippa Middleton ihrer Schwester Kate bei der Royalen Hochzeit in London fast die Show stahl, sind sie ins Rampenlicht gerückt: die Geschwister der Stars. Nicht selten nämlich liegen Talent und Star-Appeal in der Familie.

Das gilt vor allem für die Schauspielerei. Viele Brüder und Schwestern traten in die Fußstapfen ihrer berühmten Verwandten - andere eroberten Hollywood gleich gemeinsam. So auch die ukrainischen Box-Stars Wladimir und Vitali Klitschko. Die Dokumentation über ihr Leben kommt am 16. Juni ins Kino.

Der Film zeigt den Zusammenhalt zwischen den beiden Brüdern, die sich stets gegenseitig unterstützen und gerne gemeinsam auftreten - sei es in Werbespots oder vor großen Boxkämpfen, bei denen der eine dem anderen uneingeschränkt die Daumen drückt.

Die Klitschkos sind zwar neu in Hollywood, aber kein Einzelfall. Während im Musikgeschäft zum Beispiel Liam und Noel Gallagher (Oasis) keine Gelegenheit auslassen, sich gegenseitig in die Pfanne zu hauen, gestalten sich die Geschwisterbeziehungen im Filmgeschäft offensichtlich - zumindest nach außen hin - weitgehend harmonisch. Da scheint der gelegentliche Knatsch zwischen Alec Baldwin und seinen jüngeren - und weniger erfolgreichen - Brüdern Daniel, William und Stephen eher die Ausnahme zu sein.

Die Geschwisterliebe von Mónica Cruz zu ihrer älteren Schwester Penélope ging sogar so weit, dass sie dieser ihren Körper zur Verfügung stellte. Weil Penélope bei den Dreharbeiten zum vierten Teil von «Fluch der Karibik» schwanger war, sprang Mónica in zahlreichen Szenen als Körperdouble ein - ein Star vom Hals abwärts.

Während Mónica Cruz noch ganz klar im Schatten ihrer älteren Schwester steht, gibt es im Filmgeschäft auch zahlreiche Geschwisterpaare, die voneinander profitieren. Der Erfolg der Coen-Brüder Ethan und Joel («The Big Lebowski», «True Grit») als Regisseure und Produzenten etwa ist nur im Doppelpack denkbar.

Gleiches gilt für die Zwillinge Mary-Kate und Ashley Olsen, die «Olsen-Twins», die es einzeln eigentlich gar nicht gibt. Ihre Identifizierung miteinander ging schon zu Beginn ihrer Karriere so weit, dass sie sich eine Rolle teilten: Gemeinsam spielten sie in der Sitcom «Full House» jahrelang die Rolle von Nesthäkchen Michelle. Auch heute noch - mit inzwischen Mitte 20 - gibt es die beiden fast ausschließlich im Paket. Sie haben gemeinsame Wohnungen, gemeinsame Firmen und das Branchenblatt «The Hollywood Reporter» erklärte sie - im Doppelpack - sogar zu den mächtigsten jungen Frauen in Hollywood.

Diese enge Zusammenarbeit ist freilich auch eher die Ausnahme. Die meisten Geschwisterpaare arbeiten weitgehend unbehelligt nebeneinander her. So beispielsweise die Briten Ralph («Der Englische Patient») und Joseph Fiennes («Shakespeare in Love»), Warren Beatty («Bonnie und Clyde») und seine ältere Schwester Shirley MacLaine («Zeit der Zärtlichkeit») oder auch die Gyllenhaal-Geschwister Jake («Brokeback Mountain») und Maggie («Mona Lisas Lächeln»), die sich auf Fotos stets innig verbunden zeigen.

Auch bei deutschen Filmstars scheinen offene Auseinandersetzungen zwischen Geschwistern die Ausnahme zu sein. Meret Becker äußerte sich zwar nach einem Zusammenbruch ihres Bruders Ben «stinksauer» über den Schauspieler. Das Verhältnis zwischen den beiden, die im Kino-Erfolg «Comedian Harmonists» gemeinsam vor der Kamera standen, scheint aber generell ein herzliches zu sein. Und auch die Geschwister Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Gerit und Anja Kling oder Fritz und Elmar Wepper verlieren in der Öffentlichkeit kein böses Wort übereinander.

Hollywood-Schauspieler Chris Hemsworth, der derzeit als «Thor» in dem gleichnamigen 3D-Spektakel die Frauenwelt begeistert, hat für den geschwisterlichen Zusammenhalt eine einfache Erklärung. «Als wir nach Hollywood kamen, haben wir schnell gemerkt, dass wir zusammenhalten müssen in diesem Geschäft», sagt der Australier über sein Verhältnis zu seinen Brüdern Luke und Liam, die ebenfalls vor der Kamera stehen. «Hier braucht man Verbündete.»

Und da dürften auch Rückschläge nicht zwischen ihnen stehen. Liam, der vor allem als On-Off-Lover von Miley Cyrus bekanntwurde, hatte sich ebenfalls für die Rolle des «Thor» beworben, war von Regisseur Kenneth Branagh aber abgelehnt worden. Rivalität habe es in der Kindheit zwischen den Brüdern gegeben - jetzt aber nicht mehr. Das sagt zumindest der derzeit erfolgreichere Chris. Von Britta Schultejans, dpa

dpa-infocom