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Kosmetik

Nackte Tatsachen: Haarfrei in den Sommer

Berlin Es kräuselt sich am Bikini-Rand, es wächst an Bein und Achsel: Körperhaare gelten als wenig anziehend.

Besonders Frauen sollen mit Rasierer, Epilierer, Wachs und sogar Laser nackte Tatsachen schaffen. Was tut weh? Was ist günstig? Was hält lange?.

Sobald die Temperaturen steigen , legt sommerliche Kleidung Körperpartien frei, die lange verdeckt waren. Höchste Zeit, lästige Härchen loszuwerden. Denn wenig Körperbehaarung gilt als attraktiv. So lautet zumindest das Ergebnis einer repräsentativen, internationalen Umfrage von Coleman Parkes Research im Auftrag von Philips. Dabei kam heraus, dass knapp achtzig Prozent der Männer bei Frauen am Strand und Pool weniger auf einen gebräunten Körper, sondern auf haarfreie Haut achten.

Die Rasur : Für Eilige, die sich schnell ein gründliches Ergebnis wünschen, eignet sich eine klassische Rasur. Diese ist ruckzuck durchgeführt und schmerzfrei. Bei der neuesten Rasierer-Generation verfügt der Rasierkopf über integrierte Gelkissen mit Pflegeölen - so spart man sich sowohl den Rasierschaum als auch das Nachcremen.

Nachteil einer Rasur: Spätestens nach drei Tagen ist die eben noch glatte Hautpartie wieder stoppelig. Des Weiteren entwickelt sensible Haut nach einer Rasur manchmal kleine Pickel. «Hautberuhigende Cremes mit antiseptischen Zusätzen helfen hier, die Entzündungen der Haarfollikel zu lindern», rät Nicola Otte, Fachärztin für Dermatologie und Lasermedizin am Dermatologikum in Hamburg.

Die Enthaarungscreme : Eine recht kostengünstige Methode ist die Enthaarungscreme. Nach etwa fünf Minuten Einwirkzeit löst sie dank Bestandteilen wie Thioglykolsäure unerwünschte Härchen. Das Ergebnis hält bis zu einer Woche. Doch Vorsicht: «Hier gibt es gelegentlich allergische Reaktionen auf das Produkt selbst», sagt Otte.

Das Wachsen : Wer Haare lange und gründlich los werden will, greift zum Wachs. Man kann zwischen Behandlungen mit Kalt- oder Warmwachs wählen. Auch die traditionelle Variante des «Sugaring» erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Bei dieser Enthaarungsvariante wird eine klebrige Paste aus Zucker, Zitrone und Öl auftragen und in Wuchsrichtung der Haare abgezogen. Zwei bis vier Wochen ist man mit diesen Methoden die Haare los. Experten zufolge verspürt man beim Waxing und Sugaring bei korrekter Durchführung nur ein Ruckeln.

«Beide Methoden haben den Vorteil, dass die Anzahl der Haarwurzeln sich über Jahre bei regelmäßiger Anwendung minimiert», sagt Otte. Ein Nachteil sei, dass Waxing und Sugaring eine Haarlänge von circa fünf Millimetern voraussetzen. Das heißt, einige Tage vor der Behandlung darf das Haar nicht gekürzt werden. Wem eine Behandlung beim Experten zu teuer oder zu intim ist, kann den Haaren auch zu Hause mit Wachs zu Leibe rücken.

Das Epilieren : Ein Epiliergerät packt die Haare an der Wurzel. Auch hier müssen diese bei der Anwendung ein paar Millimeter lang sein - und auch das schmerzt gerade beim ersten Mal. Die Hersteller entwickelten zuletzt jedoch Geräte mit etwa Massagerollen, die weniger Schmerzen verursachen sollen.

Wie vor jeder Haarentfernung bereitet man hier die Haut am besten mit einem Körperpeeling auf die Prozedur vor, empfiehlt Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Kosmetikerinnen (BDK) im saarländischen Bexbach. So werden Hautschüppchen sanft beseitigt und eingewachsene Haare freigelegt. Je nach Typ bleibt mit dieser Methode die Haut zwei bis fünf Wochen streichelzart.

Die dauerhafte Entfernung : Laser- und Lichtsysteme können unerwünschte Körperbehaarung langfristig entfernen. Experten empfehlen, eine Behandlung nur von einem Facharzt durchführen zu lassen. Denn eine nicht fachgerechte Behandlung kann Verbrennungen, Narben und dunkle oder helle Flecken auf der Haut verursachen.

Aber die Fachleute schmälern die Hoffnungen auf dauerhaften Wachstumsstopp: «Man muss bedenken, dass auch eine dauerhafte Haarentfernung nicht für immer anhält», sagt Ferdinand. ««Nach ein bis drei Jahren sollte eine Erhaltungstherapie erfolgen», bestätigt Otte. Um die gewünschte Haarfreiheit zu erlangen, sind mehrere Sitzungen erforderlich. Die Kosten sind daher relativ hoch. Von Inga Fetting, dpa

dpa-infocom