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Mode

Keine Schweißflecken: Outdoor-Mode im Alltag

Schwabmünchen Es ist lange her, dass Trekking-Sandalen, unförmige Fleece-Pullover und kunterbunte Windjacken für Outdoor-Mode standen.

Heute kann man sich durchaus auch in der Stadt mit seinen schnittigen Outdoor-Klamotten vor die Tür trauen.

Öko- und Spießerimage ade: Die neue Outdoor-Mode ist alltagstauglich. Die Teile sind modisch und schnittig, besonders die Oberbekleidung ist körperbetont - und könne daher ohne Bedenken auf der Straße, in der Kneipe und auch im Büro angezogen werden, sagte der Outdoor-Trendexperte Ralf-Stefan Beppler aus Schwabmünchen bei Augsburg.

Outdoor-Hemden haben dort sogar Vorteile gegenüber normalen Oberhemden: Denn dank Zusatzstoffen wie etwa Aktivkohle-Ionen oder wasserdampfdurchlässiger Materialien seien peinliche Schweißflecken kein Problem mehr. Entstehender Schweiß werde abtransportiert und damit Geruch verhindert, sagt Beppler. «Man muffelt nicht mehr so schnell im Job.»

Die Outdoor-Mode musste sich verändern, um im Alltag tragbar zu sein. «Dort war das klassische Outdoor-Outfit aus weiter Windjacke, weitem Shirt und weiter Hose nicht tragbar», sagt Beppler. Doch die Membranen - hauchdünne Außenhäute für viele Outdoor-Klamotten, die Wasser abweisen oder Wind nicht durchlassen - waren zunächst wenig elastisch. «Die Mikroporen des Materials überdehnten sich schnell. Aber das ist nun besser geworden, und daher sind körperbetonte Schnitte wie in der herkömmlichen Mode möglich.»

Die Folge: «Der Sack-Schnitt ist definitiv out, auch Baggy-Hosen sind definitiv out.» Diese neuen Schnitte werden optisch noch mal reduziert, indem Taschen an Hosen und Shirts nicht mehr aufgenäht, sondern eingesetzt werden. Auch auf die großen Aufdrucke von Firmenlogos, lange typisch für die Branche, werde zunehmend verzichtet - was die Klamotten wiederum im Alltag tragbarer mache.

Die Designer setzen in dieser Saison - wie auch in der regulären Damen- und Herrenbekleidung - auf auffällige Töne wie Orange, Hellgrün und Lila. «Aber es gibt eine Diskrepanz zwischen den Messen und dem Handel», sagt Beppler. «Outdoor-Mode muss vor allem langlebig sein. Deshalb loben die Kunden zwar kräftige Farbe, greifen am Ende aber doch zu klassischen dunklen Tönen, die wohl immer tragbar sein werden.» Begehrt seien beim Käufer daher vor allem dezente Erdtöne wie Braun, Grau und Schwarz.

dpa-infocom