pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Mode

Nicht mit kurzen Hosen ins Büro

Berlin Mann, oh Mann - der Sommer macht es ihm nicht leicht.

Denn wenn er an den warmen Tagen ins Schwitzen gerät - leichter bekleidet herumlaufen darf er oft nicht. Im Job gilt erst recht: Kurze Hosen sind tabu.

Trotz tropischer Temperaturen sind kurze Hosen für den Mann oft verpönt. Vor allem im Arbeitsleben müsse man lange Hosen tragen, sagt der Berliner Stil-Experte Bernhard Roetzel. «Auch wenn der Chef kurze Hosen trägt, darf man ihn nicht automatisch als Vorbild sehen. Das muss man abklären.»

Kurze Hosen sind seiner Ansicht nach etwas für die Freizeit - und nur dafür. Dabei zeigen aktuell viele Hersteller Anzüge mit Hemd und Krawatte - und eben kurzen Hosenbeinen. Roetzel kann dem aber wenig abgewinnen: «Das wirkt albern und ist spießig», sagt er. «Das ist in Ordnung in tropischen Breitengraden, auf Jamaika etwa - aber hier bei uns gibt es klimatisch keinen Grund, warum wir kurze Hosen unbedingt bürotauglich machen müssten.»

Mancher wolle diesen spießigen Eindruck aber bewusst erwirken, hat Roetzel beobachtet. So zeichneten sich die bei jungen Männern angesagten, spießigen «Nerd-Looks» gerade durch die Kombination von adretten Hemden mit kurzen, engen Jungen-Hosen aus. Der «Streber», womit sich das englische Wort «Nerd» unter anderem übersetzen lässt, ziehe dazu Strümpfe auch gerne so an, dass sie gut sichtbar sind.

Wer sich aber nicht zum «Nerd» berufen fühlt, hole die kurze Hose am besten nur an freien Tagen aus dem Schrank, rät Roetzel. In der Freizeit sei eine kurze Hose für Männer heute keineswegs mehr verpönt. Selbst in Fünf-Sterne-Hotels dürften die Gäste inzwischen mit nacktem Bein durch die Lobby gehen. «Die Nacktheit der Beine interessiert heute grundsätzlich keinen mehr.»

Doch die kurzen Hosen dürften auf keinen Fall zu viel zeigen: «Sie sollten Minimum bis zur Mitte des Oberschenkels gehen.» Ein weißes Bein aber stört Roetzel nicht: «Für mich ist die Pflicht, braun zu sein, out.» Blasse Haut könne man auch gut mit Farben wie Kakhi, Beige und Olivtönen kaschieren. Dunkle Farben wie Marineblau oder sehr helle Töne sollte man auf heller Haut eher vermeiden.

dpa-infocom