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Richtiges Heizen und Lüften vermeidet Schimmel

Darmstadt Schimmel in der Wohnung ist eine häufige Begleiterscheinung des feuchten Herbstwetters.

Auch zu wenig Lüften oder zu sparsames Heizen im Winter, undichte Fenster oder Dächer können die Ursache dafür sein.

Darauf weist die Initiative Hessische Energiespar-Aktion in Darmstadt hin. Mehrmaliges Stoßlüften von 10 bis 15 Minuten ist die beste Methode, Schimmel zu vermeiden. Ausreichendes Heizen aller Räume beugt ebenso vor. Auch eine nachträgliche Dämmung der Außenwände hilft - dadurch kühlt die Gebäudehülle weniger aus.

Solange der Schimmel noch auf Wand, Tapete oder Kachel sitzt, kann er mit wenig Aufwand gezielt bekämpft werden - zum Beispiel mit Alkohol, Spiritus oder Isopropanol. Tiefer sitzende, schon abgetötete Schimmelpilze in Fugen können mit Dampfreinigern beseitigt werden. Im fortgeschrittenen Stadium kann hochprozentiger Alkohol oder ein Chlorreiniger dem Schimmel zu Leibe rücken. Wichtig ist aber, die Ursache des Schimmels zu bekämpfen.

In Neubauten sei Schimmel seltener - meist entsteht er durch zu wenig Lüftung, erläutert die Initiative. In Altbauten sind oft bauliche Schwächen im Wärmeschutz und Undichtigkeiten die Ursache. Schimmelsporen finden sich unsichtbar in der Umgebung, aber erst bei Feuchtigkeit beginnt der Schimmel zu wachsen. Ideale Nährböden sind Tapetenkleister, Papier und andere organische Materialien.

Bis zu 15 Liter Wasser werden in einem Vier-Personen Haushalt pro Tag als Wasserdampf abgegeben: durch Atmen und Schwitzen, sowie Kochen oder Wäsche trocknen. Dieser Wasserdampf muss durch Lüften beseitigt werden. Im Herbst ist die Außenluft jedoch feucht. Deshalb muss öfter gelüftet werden als im kalten Winter. Sonst kann sich die Nässe an den auskühlenden Wänden, Decken oder in Ecken und an Kanten als feuchter Film niederschlagen.

Schimmelpilze erzeugen schlechte Gerüche, können zu Schäden am Putz führen und schaden der Gesundheit. Die Pilzsporen werden über die Atemwege oder die Haut aufgenommen. Bei einigen Schimmelpilzen wird vermutet, dass sie Lungenerkrankungen und Allergien hervorrufen.

dpa-infocom


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