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Selbst gebaute Nistkästen im Garten

Oldenburg Ein Vogelnest über der Haustür, dem Balkon oder der Terrasse macht Dreck: Der Kot der Tiere kann einem schon mal auf den Kopf fallen.

Das kann man vermeiden, ohne die Vögel zu vertreiben: Nistkästen für den Garten lassen sich leicht selbst bauen.

Naturnahe Gärten stellen einen wichtigen Lebensraum für viele Tiere dar, denn sie bieten ihnen Schutz und vor allem ausreichend Nahrung. Die Ansiedlung von Vögeln im Garten kann durch das Aufhängen von Nistkasten gefördert werden. «Kein Garten ist zu klein, um nicht wenigstens einen Nistkasten aufzuhängen», sagt Rüdiger Wohlers, NABU-Bezirksgeschäftsführer im Oldenburger Land. «Mit den Nisthöhlen ahmen wir die natürlichen Baumlöcher nach, die die Vögel zum Brüten benötigen.»

Nistkästen lassen sich einfach selbst bauen - mit Kindern ist das ein großer Spaß. «Wer als Kind einmal einen Nistkasten gebaut hat und die Vögel aus nächster Nähe bei der Entwicklung beobachten konnte, der wird das sein Leben lang nicht vergessen», sagt Wohlers.

Die Vögel haben unterschiedliche Ansprüche an ihre Nistplätze. Höhlenbrüter wie Meise, Trauerschnäpper, Star, Kleiber, Haus- und Feldsperling sowie der Vogel des Jahres 2011, der Gartenrotschwanz, bevorzugen weitgehend geschlossene Nisthöhlen. Dagegen kommen Halbhöhlenbrüter wie die Bachstelze oder der Grauschnäpper auch mit gut geschützten Stellen wie Dachüberständen an Häusern zurecht.

Beim bekannten Meisen-Kasten handelt es sich um eine Vollhöhle. Die Kästen setzen sich zumeist aus vier Brettern für die Wände, einem Bodenbrett sowie einem Deckel aus einem Brett oder einem Dach in Giebelform aus zwei Brettern zusammen. Die einzige Öffnung ist das Einflugloch, das je nach Vogelart einen Durchmesser von 26 und 50 Millimeter haben sollte. «Hier bevorzugen die verschiedenen Arten jeweils eine ganz bestimmte Größe, die ihrer Körperform und ihrem Verhalten angemessen ist», erläutert Eberhard Gabler, Autor eines Buchs zum Bau von Nistkästen aus Sindelfingen.

Die Blaumeise mag eine Lochgröße von etwa 27 Millimeter. Alle anderen Meisenarten sowie Feld- und Haussperling, Kleiber und Wendehals benötigen einen Durchmesser von 32 bis 34 Millimeter, der Star 50 Millimeter. Wer große, alte Obstbäume im Garten hat, sollte einen Doppellochkasten mit ovalen Löchern für den Gartenrotschwanz zimmern. Für den Gartenbaumläufer eignen sich Baumläufernistkästen, die ohne Rückwand am Stamm befestigt werden. Die halbrunden Schlitze an den Seiten locken auch Fledermäuse an.

Vogelhaus-Experte Gabler rät, als Material Fichte, Tanne oder Kiefer zu nehmen, da diese Holzsorten sich gut bearbeiten lassen. Die Innenseiten sollten angeraut sein, was den Jungvögeln das Klettern erleichtert. Der Naturschutzbund (NABU) rät, 20 Millimeter dicke, unbehandelte Bretter zu verwenden. Sperrholz oder Spanplatten seien ungeeignet, da sie nicht witterungsbeständig sind. Der Boden sollte eine Fläche von 12 mal 12 Zentimeter haben, die Maße der Seitenwände sind frei wählbar. Das Einflugloch sollte mindestens 17 Zentimeter über dem Kastenboden gebohrt werden, damit weder Katzen noch Marder mit der Tatze an die Brut kommen.

Statt Nägel sollten Schrauben genommen werden, da dies zusätzliches Verleimen erspart. In den Boden werden vier bis fünf Millimeter breite Löcher zur Belüftung gebohrt. Zum Schutz des Holzes vor Feuchtigkeit können die Außenwände mit Leinöl gestrichen werden.

Gabler hat noch ein paar gute Tipps: «Jeder Nistkasten sollte sich zur Kontrolle und zur herbstlichen Reinigung problemlos öffnen lassen.» Dies gelingt etwa mit Scharnieren an der Rückfront. «Wo es möglich ist, installiere ich die Nistkästen so, dass die Einfluglöcher nach Süd-Südosten ausgerichtet sind.» Das sei wichtig als Schutz gegen Regen und starke Nachmittagssonne. Der NABU rät zudem, die Vogelkästen in einer Höhe ab drei Metern anzubringen.

Tipps für den Nistkästenbau Von Simone Augustin, dpa

dpa-infocom


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