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Der Lack ist ab: Alte Treppen selbst aufarbeiten

Köln/Schwalbach An den Treppen erkennt man oft das Alter eines Hauses.

Während Wände immer wieder neu gestrichen und Böden ausgetauscht werden, bleibt eine Treppe lange unbeachtet. Doch auch bei ihr ist irgendwann der Lack ab. Ein neuer ist schnell drauf.

Die Stufen einer Treppe müssen im Laufe der Jahre viel aushalten. Täglich treten schmutzige Schuhsohlen und Tierpfoten darauf, Wischlappen und kleine Steinchen kratzen an der Oberfläche. Mit der Zeit hat sie unschöne Dellen, oder es knarrt und ächzt beim Gehen. Alte Treppenstufen können auch gefährlich sein, da sie zur Stolper- und Unfallfalle werden. Dann muss man die Stufen aufarbeiten - das kann in vielen Fällen der Heimwerker selbst machen.

«Im günstigsten Fall reicht das Abschleifen der Stufenoberfläche und eine neue Versiegelung», sagt Jörn Keseberg, Trainer an der DIY-Academy in Köln. Die Stufen könnten aber auch so beschädigt sein, dass ein neuer Belag auf die alten Stufen gebracht oder die Stufe ausgetauscht werden muss.

Für eine solche Arbeit braucht man Erfahrung - sie kommt deshalb nur für versierte Heimwerker infrage. Auch knarrende Stufen zu reparieren ist laut Keseberg schwierig, da Tritt-und Setzstufen miteinander verspannt werden müssen. In der Regel sei hier der Fachmann gefragt.

«Ist das Holz der alten Treppe unversehrt, reicht es, die alten Farb- oder Lackschichten abzuschleifen», sagt Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institutes in Schwalbach im Taunus. Das Abschleifen mit der Hand ist aber mühsam. «Dicke Lackschichten lassen sich mit Hilfe eines Heißluftgebläses entfernen», rät Keseberg. Das Gebläse weicht bei sehr hohen Temperaturen den Lack auf, der dann mit einem Spachtel entfernt werden kann. Kleine Kratzer und Schadstellen werden danach mit Wachsstangen ausgebessert. Dies sei besonders wichtig, wenn das Holz unter der Versiegelung sichtbar bleiben soll, erläutert Küper.

«Vor dem Neuanstrich sollte das Holz zuerst grundiert werden, da so der Farbanstrich besser hält», rät Küper. Je nachdem, ob der Heimwerker mit einem durchsichtigen oder deckenden Lack arbeitet, sei eine transparente oder deckende Grundierung sinnvoll. Danach werde das Holz zweimal mit Parkettlack behandelt.

Ist das alte Holz noch ansehnlich, nachdem der Lack entfernt wurde, kann es, statt eine neue Lackschicht zu bekommen, auch nur geölt werden. «Hierzu wird im ersten Arbeitsgang Öl mit einem Lappen oder Pinsel dick aufgetragen», erläutert Keseberg. Im zweiten Schritt werde dann dort, wo das Ganze nicht glänze, erneut Öl aufgetragen. Und dort, wo das Öl nicht in das Holz einziehe, muss man es abtragen.

Bei der Arbeit mit Öl ist Vorsicht geboten: Es kann sich unter bestimmten Umständen erhitzen und selbst entzünden. Werden darin getränkte Putzlappen falsch gelagert, kann dies zu einem Brand führen. Ein guter Aufbewahrungsort ist daher ein Wasserbad.

Sind Treppen ausgetreten, müssen sie auch repariert werden - da sonst Unfallgefahr drohe, sagt Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund. «Treppensteigen ist ein seit Kindertagen eingespeicherter Bewegungsrhythmus.» Mit jeder ersten Stufe einer Treppe speichere das Gehirn die Maße der Treppe ab, wie die Höhe der Stufe. Änderten sich die Stufenhöhen oder Auftrittstiefen beim Gehen der Treppe komme man leicht aus dem Tritt und das Unfallrisiko steige.

Eine Methode, solche ausgetretenen Stufen wieder glatt zu bekommen, ist das Austauschen von Trittstufen. Dies ist laut Stiftung Warentest in Berlin bei nahezu allen Treppenarten möglich. Bei Treppen ohne Teppichbelag sollte die neue Stufe möglichst aus dem gleichen Holz wie die zu ersetzende sein.

Wer die Treppe im Zusammenhang mit einer Sanierung des Fußbodens im Antritts- und Austrittsgeschoss renoviert, kann die Stufenoberfläche auch mit stärkeren Belägen aus Holz zusätzlich belegen. «Die nach Maß ausgeschnittenen Stufen werden mit Montagekleber auf die Stufen geklebt», erläutert Keseberg. Beim sogenannten Aufdoppeln von Treppen muss man beachten, dass der Gesamtaufbau von Fußboden und Treppenstufen die gleiche Dicke hat. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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