pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Bauen & Wohnen     » News     » Mietrecht     » Haushalts-Tipps

Natur-Optik durch Strukturtapeten

Frankfurt/Main/Berlin Eine Steinwand hinter der Couch? Elegante Kacheln im Bad? Kostet das nicht einen Haufen Geld? Nicht unbedingt: Tapeten mit Struktur sehen den Originalen täuschend ähnlich. In manchen Räumen wirkt das Natur-Design aber fehl am Platz.

Wie wäre es mit eleganten Schieferfliesen im Bad oder mediterranem Mauerwerk im Wohnzimmer? Viel zu teuer, sagen die einen. Viel zu aufwendig, meinen die anderen. Beides stimmt nicht: Einfache Tapeten mit strukturierter Oberfläche bilden hochwertige Naturoptiken originalgetreu nach. Allerdings muss das Tapetendesign in den Raum passen.

Was genau ist eine Strukturtapete? Der Begriff ist weit gefasst. Gemeinsam ist allen das Material, nämlich Vliesstoff, und die reliefartige Oberfläche. «Das bewirkt ein Wechselspiel aus Licht und Schatten und bringt Lebendigkeit in den Raum», sagt Karsten Brandt. Dem Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts zufolge verkaufen sich Strukturtapeten schon seit einigen Jahren besonders gut. «Was in diesem Jahr im Trend ist, sind nachgestellte Naturmaterialien, die natürliche Oberflächen wie Holz und Stein nachbilden.»

Nur wo passen solche ausgefallenen Tapeten überhaupt rein? Vor allem in einen puristischen Raum, der viel Licht hat, sagt Brandt. «Dadurch stelle ich den Schatten auf der Tapete gut dar. Das ist eine sehr moderne Art, einen Raum zu gestalten. In einem Loft könnte ich mir das gut vorstellen.» Eine strukturierte Wandoberfläche wirkt allerdings nur wohldosiert.

«Strukturtapeten eignen sich als Highlight in der Wohnung, aber nicht an allen vier Wänden», sagt Trendforscher Prof. Axel Venn. «Sie werden schön, wenn sie nicht überall sind. Oft reicht nur eine Andeutung», erläutert der Experte aus Berlin. Die vermeintliche Steinwand im Wohnzimmer soll ein Bild andeuten, das wir weiterspinnen können. Es sehe besonders gut aus, wenn die Naturoptik in eine einfarbige Tapete übergeht.

Wichtig ist außerdem eine zurückhaltende Einrichtung. «Wer schon sieben bunt gemusterte Kissen auf dem Sofa liegen hat, braucht dahinter keine zusätzliche Tapete mit einem aufwendigen Muster», erklärt Wohn-Expertin Katharina Semling aus Oldenburg. Der Natur-Look müsse immer in die Wohnung passen. «Ein steinerner Torbogen in einer kleinen, schlichten Wohnung sieht schnell extrem albern aus.»

Preislich reißen die Tapeten trotz ihres eigentümlichen Designs nicht nach oben aus: Eine einfache Rolle kostet je nach Hersteller meist zwischen 20 und 40 Euro. «Da kann man sich sagen: Gut, ich habe diese Tapete jetzt zwei Jahre. Wenn ich Lust auf was Neues habe, mache ich mir was anderes dran», sagt Brandt. Das ist bei echtem Holz oder Stein natürlich deutlich schwieriger. Und den Unterschied bemerkt im Zweifelsfall nicht einmal der Experte. Wie bringe ich die Tapete an die Wand? Strukturtapeten lassen sich ganz einfach mit Kleister anbringen, erklärt Anja Meyer von der DIY-Academy in Köln. Die Wand sollte nicht sanden oder stauben, und sie muss glatt sein. Es lohne sich, die Hinweisschilder auf den Rollen zu lesen: Dort steht etwa «kein Ansatz», «gerader Ansatz» oder «versetzter Ansatz». Das gebe Auskunft darüber, ob ein Muster zu beachten ist und wie die Tapete angesetzt werden muss. Auch eine identische Seriennummer ist wichtig. Sonst könnten die Tapeten trotz gleichen Musters leichte Farbunterschiede aufweisen. Von Philipp Laage, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
rz lexikon
Energiesparen