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Studie: Bachelor bietet gute Perspektiven

Berlin Die meisten Bachelor-Absolventen wollen ihre Ausbildung anschließend in einem weiterführenden Masterstudiengang fortsetzen.

Gleichwohl haben sie laut einer Studie auch beim direkten Einstieg ins Arbeitsleben gute Perspektiven.

«Der Bachelor wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit», sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) anlässlich der Vorstellung der Studie am Dienstag (3. Mai). «Die jungen, gut ausgebildeten Absolventen sind für die Unternehmen attraktiv und bekommen vernünftige Perspektiven.»

Viele Bachelor-Absolventen äußern aber auch Kritik. Sie bemängeln den Befragungen zufolge, dass viele Hochschulen die Einführung der aufeinander aufbauenden Bachelor- und Masterabschlüsse nicht zu einer grundlegenden Modernisierung der Studieninhalte genutzt haben. Zudem beklagen Studierende und Unternehmen übereinstimmend fehlenden Praxisbezug und Stoffüberfrachtung in den Studiengängen. Schavan sagte, notwendig seien weitere Verbesserung - vor allem bei der Hochschullehre.

Ein Viertel der Universitäts- Absolventen und die Hälfte der Fachhochschul-Absolventen nimmt nach dem Bachelor direkt eine Berufstätigkeit auf. Nach einem Jahr im Beruf ist die Mehrzahl mit Vergütung, Aufgabenbereich und Karrieremöglichkeiten zufrieden. Die anderen wechseln ins Masterstudium. 90 Prozent tun dies laut Umfrage im Wunschfach und auch am Wunschort.

Die Studie wurde vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, dem arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft Köln und dem HIS-Institut für Hochschulforschung erstellt und vom Bildungsministerium gefördert. Dafür wurden 10 000 Studenten und Absolventen sowie 1 500 Unternehmen befragt.

Nach den Worten von Stifterverbands- Präsident Arend Oetker lässt die Studie «den vorsichtigen Schluss zu, dass der Bachelor am Arbeitsmarkt angekommen ist». Die Einführung der internationalen Abschlüsse wurde 1999 auf einer Hochschulkonferenz in Bologna beschlossen. Schavan hat für diesen Freitag deutsche Hochschulen und Studentenvertreter zu einer zweiten «Nationalen Bologna-Konferenz» eingeladen.

Studie im Internet nachlesen

dpa-infocom


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