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Wirtschaftsverband gegen digitale Währung «Bitcoin»

Berlin «Bitcoins» statt Euro oder Dollar - das alternative Zahlungsmittel eines Internet-Projekts fasziniert die einen und ängstigt andere.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) kritisierte am Mittwoch das Projekt als gefährlich und sprach sich für ein gesetzliches Verbot aus.

Ein Experte des Blogs netzpolitik. org sagte hingegen über die Bitcoins: «Das ist durchaus interessant und wird von den meisten als funktionierend anerkannt.» Das 2009 gestartete Bitcoin-Projekt erzeugt das digitale Zahlungsmittel mit der Abkürzung BTC mit einer zeit- und rechenaufwendigen Verschlüsselungstechnik, die jedes Kopieren unmöglich macht. Die Zahl der Währungseinheiten ist auf 21 Millionen begrenzt. Der zuletzt stetig gestiegene Kurs gegenüber herkömmlichen Währungen ergibt sich aus Angebot und Nachfrage in Tauschbörsen.

«Wir gehen davon aus, dass 'Ersatzwährungen' wie Bitcoins über kurz oder lang auch durch den Gesetzgeber verboten werden», erklärte BVDW-Vizepräsident Christoph von Dellingshausen. «Durch die Nutzung von Bitcoins als Zahlungsmittel wird die notwendige Kontrolle durch den Staat in den Fällen von Steuerhinterziehung oder Geldwäsche unmöglich.» Für die Sicherheit von Verbrauchern wie Online-Händlern müsse es ein Regulativ für Zahlungsmittel geben, forderte der Verbandsvertreter und fügte hinzu: «Die reale Wirtschaft darf nicht zum Monopoly-Spiel werden.»

Auch Bargeld könne für kriminelle Handlungen missbraucht werden, sagte hingegen Linus Neumann von netzpolitik.org im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Rein technisch betrachtet beruhe das Bitcoin-Projekt auf einer soliden Basis. «Die Frage ist nur: Ist das am Ende konvertibel? Ist das nur ein Hype oder mehr?» Beim vertrauten Zahlungsmittel Geld sorge der Staat für das nötige Vertrauen. «Solange es kein allgemeines Grundvertrauen zu Bitcoins gibt, ist das nicht mehr als ein Spaß.»

Bitcoin-Projekt

Blog-Beitrag Neumann

dpa-infocom


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