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Aprikosenbäume gedeihen immer besser

Müncheberg Der vergangene Sommer hatte es in sich: Stachelbeeren verbrannten in vielen trockenen Wochen mit hohen Temperaturen um 35 Grad regelrecht an den Büschen. Aber es gibt auch Pflanzen, die Hitze sehr gut vertragen, zum Beispiel der Aprikosenbaum.

Äpfel- und Birnenbäume mussten kräftig gegen die Hitze kämpfen. Gut ging es hingegen Exoten wie den Aprikosenbäumen (Prunus armeniaca), deren Äste etwa in der Obstbau-Versuchsstation im brandenburgischen Müncheberg überladen waren mit den gelb-roten Früchten, berichtet Stationsleiter Hilmar Schwärzel.

Seit den 1980er Jahren beschäftigt er sich mit dem Anbau einiger in Brandenburg ungewöhnlicher Obstarten. Der Klimawindel sorgt dafür, dass auch in Deutschland ihr Anbau in Privatgärten immer häufiger gelingt - obwohl solche subtropischen Bedingungen im Sommer immer noch zur Ausnahme gehören. «Entscheidend ist, dass die Aprikosenbäume die Frostperioden bei uns im Winter und im Frühjahr gut überstehen. Wenn sie das schaffen, ist eine gute Ernte auch im eigenen Garten inzwischen absolut möglich», sagte Schwärzel.

Voraussetzung für den Anbau sei, dass frostresistente Sorten gepflanzt werden. «Mitte Dezember hatten wir bei uns Temperaturen bis zu minus 18 Grad, auch im März gab es in der Nacht noch erhebliche Frostperioden. Das machte uns zu schaffen», berichtet der Fachmann. Denn die Pflanze ist die am frühesten blühende Obstart nach der Haselnuss. Da die Vegetationsphase der Aprikose aufgrund des Klimawandels zudem inzwischen im Schnitt um 20 Tage früher beginne als noch vor einigen Jahren, könnten die Blüten in den noch kalten Frühjahrswochen erfrieren, sagt Schwärzel.

Besonders gut gedeihe die Aprikose in den wärmeren Weinbauregionen, in Gärten werde sie durch einen Standort an einer Wand unterstützt. «Benötigt werden warme, nährstoffreiche Böden.» Das Frühjahr gilt laut dem Experten als gute Pflanzzeit für die Aprikosenbäume, möglich ist dies aber auch im Herbst.

Die vom Klimawandel gefährdeten Obstpflanzen wie die Stachelbeere kann man vor Sonnenbrand auch schützen - und zwar, indem man sie unter Laubdächer setzt, wie Schwärzel rät. Diese fungieren als eine Art Sonnenschirm - haben aber Lücken, um die Sonne in beschränkter Intensität durchzulassen.

dpa-infocom


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