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Pfingstrose: Schönheit mit mystischer Wirkung

Pinneberg Für viele ist die Pfingstrose die schönere Rose.

Denn ihre weit geöffneten Blüten sehen aus wie riesiger Wattebausch, und ihr zarter Duft strömt im späten Frühling durch den ganzen Garten.

Kaum eine Blume wird schon so lange in den Gärten kultiviert wie die Pfingstrose. Schon vor 2000 Jahren war diese Schönheit in chinesischen Gärten zu Hause. In unseren Gärten findet man mehr als 30 Arten, die alle sommergrün sind. Sie unterscheiden sich in zwei verschiedene Pflanzentypen: die Stauden- und Strauchpfingstrosen, deren Namen auch die wichtigsten Unterschiede erläutern. Die Staudenpfingstrosen ziehen sich jedes Jahr im Herbst in den Boden zurück und treiben im Frühjahr zu neuer Schönheit heraus, während die strauchig wachsenden Pfingstrosen ein kräftiges Astgerüst behalten.

«Strauchpfingstrosen werden vollkommen unterschätzt», sagt Prof. Hans-Dieter Warda, Leiter des Arboretums Ellerhoop-Thiensen bei Pinneberg in Schleswig-Holstein. «Die seidigen Blüten sind durchscheinend und präsentieren eine breite Palette an zarten Pastelltönen.» Sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern.

Strauchpfingstrosen sind sehr unempfindliche Pflanzen, denn sie bilden ein tiefes Wurzelwerk aus, erläutert Warda. «Damit sind Stress durch Trockenheit und Frost kein Problem.» Die frischen Knospen überstehen sogar Spätfrost von bis zu minus zehn Grad, Blüten könnten minus fünf Grad aushalten.

«Auf einem mineralischen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden gedeihen Strauchpfingstrosen am besten», sagt Warda. «Man darf nicht den Fehler machen und das Pflanzloch mit Komposterde vorbereiten. Das ist zuviel organische Substanz.» Gut ist für die Pflanze ein pH-Wert von über sechs. Ansonsten mögen die Pflanzen aber zweimal im Jahr eine Kur mit Kraftstoffen: Anfang März gibt man 50 bis 60 Gramm mineralischen Volldünger, im September wird ein Kalidünger verwendet.

Beim Pflanzen werden die meist noch sehr kleinen Sträucher nur wenig tiefer gepflanzt, als sie zuvor im Topf gestanden haben. In dieser Erdschicht mögen sie allerdings keine Konkurrenz von flach wurzelnden Gehölzen, erläutert der Gehölzkundler Warda. Strauchpfingstrosen benötigen in den sonnenintensiven Mittagsstunden auch einen Platz im Schatten, sonst bleiche ihr Blütenfarbe aus.

Die zweite Variante der Pfingstrosen wächst als Staude. Die Staudenpfingstrosen haben vor allem über die Medizin den Weg aus dem Mittelmeerraum in die Klostergärten nördlich der Alpen und später in die Ziergärten gefunden. Besonders bekannt ist etwa die im Mai und Juni blühende Paeonia officinalis, die der Volksmund auch Benediktinerrose, Gichtwurz oder Echte Pfingstrose nennt.

«Am Anfang wachsen Staudenpfingstrosen etwas langsam, aber man wird für die Geduld belohnt», sagt der Gärtner Christoph Ruby, der im Botanischen Garten Hof für die Pfingstrosen zuständig ist. Ihr Wachstum fördere man mit phosphor- und kaliumbetontem Mehrnährstoffdünger, der vor der Blüte in den Boden eingearbeitet wird. Im Juli folge eine zweite Nährstoff-Dosis.

Eifrige Züchter haben beide Varianten - die Strauch- und die Staudenpfingstrose - gekreuzt. Ganz neu seien daraus die Itoh-Hybriden, erläutert Ruby. Sie ähnelten vom Wuchs den Stauden-Pflanzen, hätten aber die große Farbpalette der strauchig wachsenden Arten. Von Dorothée Waechter, dpa

dpa-infocom


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