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Jeder 200. erhält riskante Medizinkombination

Mainz Vor einer schädlichen Kombination von Medikamenten bei der Patientenbehandlung hat die Techniker Krankenkasse (TK) aufgrund von Studienergebnissen gewarnt

Nach einer Studie im Auftrag der Kasse habe statistisch jeder 200. Versicherte schon zeitgleich Medikamente verschrieben bekommen, deren Kombination ein Gesundheitsrisiko berge, teilte die TK mit.

Nach Angaben der Kasse hatte das Göttinger «Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen» (AQUA) die Arzneimittelverordnungen von knapp 4,5 Millionen Versicherten unter die Lupe genommen. Bei rund 22 000 von ihnen sei das Risiko festgestellt worden, dass die Wechselwirkung der Arzneimittel eine Gesundheitsgefährdung für den Patienten darstelle.

Als ein Beispiel nannte der Leiter der TK-Landesvertretungen, Andreas Meusch, die Kombination des Cholesterinsenkers Simvastatin mit dem Antibiotikum Clarithromycin - beides häufig verschriebene Wirkstoffe. Nach Angaben des AQUA-Instituts besteht dabei unter anderem das Risiko, den Herzmuskel zu schädigen.

Meusch appellierte an Ärzte und Apotheker, sich ein umfassendes Bild über alle Arzneimittel zu machen, die ein Patient nimmt, bevor sie zum Rezeptblock greifen oder das Medikament abgeben. «Aber auch der Patient sollte aktiv seinen Arzt oder Apotheker ansprechen, wenn er mehrere Medikamente gleichzeitig nimmt», sagte er laut Mitteilung.

dpa-infocom


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