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Studie: Altersblindheit erblich bedingt

Bonn Altersblindheit ist einer Studie zufolge zum großen Teil erblich bedingt.

Sind die Eltern von der Krankheit betroffen, ist das Erkrankungsrisiko ihrer Kinder erhöht.

Den Krankheitsverlauf als solchen scheinen diese Erbanlagen dagegen nicht zu beeinflussen. Für Patienten sei das eine schlechte Nachricht, da die entdeckten Gene sich nur wenig als Ansatzpunkt für Medikamente eigneten, teilte die Universität Bonn mit. Die Studie ist in der Zeitschrift «PLoS ONE» erschienen.

Eine günstige Beeinflussung des Erkrankungsverlaufs ist nach den neuen Erkenntnissen bisher kaum möglich. Oft wird die Erkrankung erst diagnostiziert, wenn erste Sehstörungen auftreten. «Wenn die Sehzellen bereits abzusterben beginnen, werden aber möglicherweise andere, bisher unbekannte Faktoren, wichtig. Diese Faktoren gilt es nun zu finden», sagte der Bonner Netzhautspezialist und Studienleiter Hendrik Scholl.

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Industrienationen. In Deutschland sind schätzungsweise 4,5 Millionen Menschen betroffen. Bei der Erkrankung wird die Stelle des schärfsten Sehens auf der Netzhaut, die Makula, zunehmend geschädigt. Experten schätzen, dass etwa 60 Prozent des Erkrankungsrisikos genetisch bedingt ist. Ein weiterer Risikofaktor sei das Rauchen.

An der Studie mit rund 600 Patienten und ebenso vielen Gesunden waren acht deutsche Zentren beteiligt - Aachen, Bonn, Heidelberg, Leipzig, München, Münster, Regensburg und Würzburg.

dpa-infocom


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