pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Beruf

«Mobbing-Tagebuch» genügt nicht immer als Beweis

Mainz Ein «Mobbing-Tagebuch» genügt nicht ohne weiteres, um betriebliches Mobbing nachzuweisen.

Das entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz in einem am Montag (26. Oktober) bekanntgewordenen Urteil.

Vielmehr müsse aus den Aufzeichnungen der betriebliche Bezug zu den Ereignissen, die betriebliche Stellung der handelnden Personen und die konkrete Verletzung von Fürsorgepflichten durch den Arbeitgeber erkennbar sein (Az. 9 Sa 199/09, Urteil vom 14.8.2009).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Schmerzensgeldklage eines Arbeitnehmers gegen seinen Arbeitgeber ab. Der Kläger hatte geltend gemacht, er werde im Betrieb gemobbt. Dazu legte er ein «Mobbing-Tagebuch» vor. Die darin enthaltenen Einträge bezogen sich unter anderem auf angeblich respektloses Verhalten von Kollegen. Außerdem beklagte der Mann, dass ihm eine Stelle und Resturlaub vorenthalten worden seien.

Das LAG sah für eine Verurteilung keine rechtliche Grundlage. Die Richter betonten, Mobbing sei kein Rechtsbegriff, auf den sich ohne weiteres ein gerichtliches Urteil stützen lasse. Vielmehr müsse sich aus den Darstellungen des Betroffenen eine bewusste Verletzung seines allgemeinen Persönlichkeitsrechts ergeben. Dafür sei der jeweilige Mitarbeiter beweispflichtig. Dieser Nachweis sei dem Kläger nicht gelungen.

Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz: www.lagrp.justiz.rlp.de

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
rz lexikon
Energiesparen