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Wolfsburg schafft Klassenverbleib - Eklat um Diego

Sinsheim Felix Magath fühlte sich nur noch «leer und erleichtert», seine Spieler waren mit den Nerven nach dem 3:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim am Ende.

Zwei Jahre nach dem Titeltriumph hat der VfL Wolfsburg den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gerade noch verhindert.

Dank zweier Tore von Mario Mandzukic und eines Treffers von Grafite gewannen die Niedersachsen am letzten Spieltag und retteten sich als Tabellen-15. Die Mannschaft ersparte mit diesem Zittersieg Magath den ersten Abstieg seiner Karriere. Vor der Partie gab es einen Eklat um Regisseur Diego: Der beleidigte Brasilianer fehlte beim Saisonfinale.

Roberto Firminho hatte die Hoffenheimer in der 49. Minute in Führung gebracht. Mandzukic mit seinen Rückrundentoren Nummer sieben und acht (60./73.) drehte den Spieß um, ehe Grafite vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena noch zum befreienden 3:1 (78.) traf. «So eine turbulente Saison habe ich noch nie erlebt», sagte Magath kopfschüttelnd angesichts der Tatsache, dass der VfL zwischendurch schon in der zweiten Liga stand. «Warum hätte das Finale anders laufen sollen?»

Nationalspieler Arne Friedrich ließ sich nach dem Abpfiff minutenlang von den mitgereisten Fans feiern, räumte aber später ein: «Meine Nerven sind am Ende. Wir waren ja zwischendurch abgestiegen. Viel mehr Hardcore geht nicht.» Magath und Mannschaft machten sich nach dem Abpfiff wie versprochen auf, um mit den Anhänger in zwei Sonderzügen nach Hause zu fahren und zu feiern.

Diego erlebte das alles nicht mehr live in Sinsheim mit. Während der Mannschaftssitzung am Samstagmorgen im Hotel war der Spielmacher aufgestanden und wortlos verschwunden. «Er hat den Raum verlassen, nachdem er festgestellt hatte, dass er nicht in der Anfangsformation stand», bestätigte Magath, der zuletzt oft unzufrieden war mit den Leistungen seines Stars, im TV-Sender Sky den ungewöhnlichen Vorfall. «Dass jemand die Sitzung verlassen hat, habe ich noch nicht erlebt.»

Ohne Diego bot der 57-jährige Coach ein defensiv orientiertes Team mit den Rückkehrern Alexander Madlung und Thomas Kahlenberg auf. Die Hoffenheimer hatten zwar vor der Abschiedsbegegnung von Chefcoach Marco Pezzaiuoli versprochen, keine Wettbewerbsverzerrung zu betreiben, mussten im ersten Durchgang jedoch die Überlegenheit der Gäste anerkennen. Der nach seiner Gelb-Sperre zurückgekehrte Grafite hätte schon vor der Pause für eine Vorentscheidung sorgen können: In der 3. Minute köpfte er knapp vorbei, und in der 29. Minute scheiterte der brasilianische Ex-Nationalstürmer, als er alleine auf 1899-Keeper Tom Starke zulief.

Die Nachricht von der Führung von Mitkonkurrent Mönchengladbach zur Halbzeit schien die Wolfsburger weiter zu verunsichern. Dann gelang auch noch Firmino die Führung für die Gastgeber. Jetzt brach große Hektik aus bei den Gästen, zumal auch Eintracht Frankfurt in Führung lag: Den Spielern stand die Angst in den Augen, Co-Trainer Pierre Littbarski rannte zu den Reservisten und Magath brachte mit Cicero eine weitere Offensivkraft. Nachdem Sigurdsson die Großchance zum 2:0 vergeben hatte, gelang Mandzukic der Ausgleich. Der Kroate mit einem weiteren Treffer und Grafite mit dem 3:1 verhinderten anschließend ein Waterloo für Wolfsburg. Von Ulrike John, dpa

dpa-infocom


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