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«Das tut gut»: Leverkusen feiert zweiten Platz

Freiburg Jupp Heynckes umarmte nach dem Abpfiff jeden seiner Spieler.

Als er den Platz nach dem 1:0 (1:0)-Sieg beim SC Freiburg schon verlassen wollte, riefen ihn die Fans lautstark zur «La Ola» zurück.

Sie wollten in all dem Jubel um die direkte Champions-League-Qualifikation vor allem ihren scheidenden Trainer noch einmal hochleben lassen. Bayer Leverkusen hat den so wichtigen zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga verteidigt und dabei zur Erleichterung aller mit zwei scheinbaren Gesetzmäßigkeiten dieses Vereins gebrochen: Dass er in wichtigen Momenten immer versagt. Und dass er für eine Vizemeisterschaft nur Hohn und Spott erntet.

«Es gibt zweite Plätze, die sind nicht so schön», sagte Sportdirektor Rudi Völler. «Aber dass wir hier ein richtiges Endspiel gewonnen haben, tut dem ganzen Verein und auch der Mannschaft gut.» Auch Heynckes meinte nach der ersten von fünf Vizemeisterschaften, die Bayer richtig feiern konnte: «Jetzt braucht niemand mehr darüber zu reden, dass diese Spielergeneration vergleichbar ist mit den Mannschaften von 2000 und 2002. Wir haben eine Top-Leistung geboten. Die Mannschaft ist reifer, cooler und selbstbewusster geworden.»

Den Siegtreffer für Leverkusen erzielte Cedrick Makiadi mit einem Eigentor (45. Minute). Gemessen an der pikanten Ausgangsposition lieferten sich beide Teams eine packende Partie. Sie schenkten sich keinen Meter. Genau das war ja vorher in Zweifel gezogen worden.

Denn hätte Leverkusen verloren, wäre Heynckes auch eine Art Gewinner gewesen. Dann wäre der FC Bayern direkt in die Champions League eingezogen, den er in wenigen Wochen übernimmt. So hat dieses Ergebnis einen positiven Beigeschmack für Freiburgs Coach Robin Dutt, der Heynckes beim Vizemeister beerben wird und nun mit seinem neuen Verein gleich in der Gruppenphase der «Königsklasse» einsteigen kann.

«Es ist nicht fair , mir zu unterstellen, dass ich mich darüber heute freuen könnte», meinte Dutt, der mit donnerndem Applaus und einer Umarmung seines Präsidenten Fritz Keller vom SC verabschiedet wurde. «Wir hätten heute Minimum einen Punkt verdient gehabt. Aber nach der Berichterstattung im Vorfeld war nicht so sehr das Ergebnis entscheidend, sondern die Art und Weise, wie wir gespielt haben.»

Und die setzte Leverkusen ordentlich zu. Bayer begann zwar enorm stark und kam durch Eren Derdiyok (2./11.) und Hanno Balitsch (21.) früh zu mehreren guten Chancen. Das hatte auch etwas damit zu tun, dass Heynckes mit gleich fünf Umstellungen die Offensive gesucht hatte. Auch Michael Ballack kam auf der Zehner-Position neu ins Team. Der Sportclub hielt jedoch mit zunehmender Dauer immer mehr dagegen. «Freiburg hat uns von der ersten bis zur letzten Minute alles abverlangt. Wir mussten alles abrufen, was wir können», sagte Völler.

Nach dem 1:0 änderte Leverkusen seine Strategie. Bayer bemühte sich nur noch darum, hinten nichts mehr anbrennen zu lassen. Bei einem Lattenkopfball von Jan Rosenthal (64.) wäre das beinahe schief gegangen. So aber konnten sich beide Trainer nach dem Spiel mit Komplimenten überbieten. «Du hast die Latte sportlich wie menschlich sehr hochgelegt für deinen Nachfolger», sagte Dutt zu Heynckes. Der konterte: «Wir haben gegen eine hervorragend organisierte Mannschaft gespielt. Und Robin hat das große Los gezogen. Er wird eine absolute Top-Truppe und einen sehr gut strukturierten Verein übernehmen.» Von Sebastian Stiekel, dpa

dpa-infocom


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