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Favorit Vettel stapelt tief - Rivalen resignieren

Monte Carlo Die Verfolger verzweifeln und resignieren, die internationale Presse huldigt ihm nach der Gala von Monte Carlo - nur Titelverteidiger Sebastian Vettel selbst will an seinen zweiten WM-Titel noch keinen Gedanken verschwenden.

«Wir hatten einen guten Start und haben jetzt einen Lauf. Wir versuchen einfach, jedes Rennen für sich zu betrachten. Wir sind bereit dazu, auf Attacke zu fahren und unsere Chance zu suchen», sagte der mittlerweile clever kalkulierende Red-Bull-Star. Trotz souveräner Führung in der Formel-1-Gesamtwertung mahnte der Heppenheimer aber: «Es liegt noch ein langer Weg vor uns.»

Vettel gilt nach fünf Siegen und einem zweiten Platz in den ersten sechs Saisonrennen schon als praktisch unschlagbar. «In den letzten Jahren hat man mit fünf, sechs Siegen häufig die WM gewonnen. Wenn du also fünf der ersten sechs Rennen gewonnen hast, bist du in einer glänzenden Position», urteilte der Monaco-Zweite Fernando Alonso, der sich wie der drittplatzierte Jenson Button die Zähne an Vettel ausbiss. «Er fährt fantastisch. Nicht nur in Monte Carlo», zollte der zweimalige Weltmeister Alonso Vettel allerhöchsten Respekt.

«Es läuft bei Sebastian optimal und er muss sich jetzt keine Gedanken über die WM machen. Ich würde mir wünschen, dass er das täte, weil er dann vielleicht Fehler machen würde. Aber das ist nicht der Fall», meinte Button, Champion von 2009. «Nicht ein Sternchen, sondern sechs Sternchen», verlieh Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug seinem Landsmann Vettel, nachdem er beim turbulenten Klassiker die beiden Ex-Champions Alonso und Button in Schach gehalten hatte.

Selbst der derzeit zweitplatzierte britische Button-Teamkollege Lewis Hamilton könnte Vettel frühestens bei seinem Heimrennen in Silverstone am 10. Juli überholen. Allerdings liegen bei dem 26-Jährigen die Nerven bereits blank. Nach seinem Strafen-Wochenende in Monte Carlo schimpfte er auf die Rennkommissare und ließ sich wegen einer angeblichen Benachteiligung zu einer Anspielung auf seine dunkle Hautfarbe hinreißen. Hamiltons Entschuldigung, so teilte sein Team mit, folgte umgehend.

Der Pool-Party von Red Bull an der Côte d'Azur konnte das alles keinen Abbruch tun. «Fürstliches Highlight: Vettel und sein Steuer-Paradies», titelte der «Kurier» aus Wien: «Der Weltmeister im Red Bull agierte im Formel-1-Roulette von Monaco clever und glücklich - die Gegner verzweifeln.» Die spanische «El País» erkannte an: «Vettel dominiert auch in einem verrückten Rennen.» Für die italienische «La Repubblica» steht der Titelträger 2011 fest: «Ein Safety Car hat die WM entschieden. Vettel war gut und hatte Glück. Pech für Alonso.»

Vettel hat bei seinem Premierensieg beim prestigeträchtigsten Grand Prix ein weiteres Mal sein Ausnahmekönnen bewiesen. «Man muss aggressiv agieren, man muss so Risiken eingehen. Aber wenn es keinen Sinn macht, muss man es lassen», machte Vettel auch verbal deutlich, dass er aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt hat. Statt sich in sinnlosen Rad-an-Rad-Duelle aufzureiben, attackiert der einstige Heißsporn jetzt nur noch, wenn es Sinn macht.

Druck haben nach der erneuten Demonstration der Stärke des 23-Jährigen nun nur die Rivalen angesichts ihres Riesenrückstands. Renn-Rüpel Hamilton (85 Zähler) liegt nach seinem sechsten Rang im McLaren-Mercedes als Gesamtzweiter bereits 58 Punkte hinter Vettel (143). Für Vettels Teamkollege Mark Webber (-64), Button (-67/McLaren) und Alonso (-74/Ferrari) ist die Position im Titelrennen noch trostloser. Von Elmar Dreher und Jens Marx, dpa

dpa-infocom


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