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Zwei Vettel-Jäger im Briatore-Schatten

Monte Carlo Der eine im eigenen Team, der andere beim Traditionsrennstall Ferrari: Mark Webber und Fernando Alonso wollen WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel aus der Erfolgsspur bringen. Die beiden Vettel-Jäger verbindet ein weiteres Merkmal: Ihr Manager heißt Flavio Briatore.

Auf die jährliche China-Reise verzichtet er gern, in Monte Carlo fühlte er sich wieder sichtlich wohl. Im Hafen des Fürstentums ankert seine millionenschwere Jacht namens Force Blue, praktischerweise stimmen die Initialen mit seinem Namen überein: Flavio Briatore. Noch ist auch der Italiener geparkt. Als Teamchef dürfte Briatore derzeit nicht einmal arbeiten, selbst wenn er es wollte. Erst Ende 2012 läuft seine Sperre wegen eines fingierten Unfalls ab.

Doch zuletzt wurde sein Name schon mit der kriselnden Traditionsmarke Ferrari in Verbindung gebracht. Reine Spekulationen, versteht sich. «Im Moment habe ich keine Pläne für eine Rückkehr», ließ Briatore verlauten. Und nachdem die Scuderia mit dem zweiten Platz von Fernando Alonso in Monaco endlich wieder einmal Grund zur Freude hatte, dürften die Gerüchte vorerst verstummen.

Wenngleich Briatore weiß, wie es geht. Und das wohl in jeder Hinsicht. Der Multi-Millionär machte Michael Schumacher 1994 und 1995 zum Weltmeister, er machte Alonso 2005 und 2006 zum Weltmeister. Und er ist immer noch der Manager des zweimaligen Champions aus Spanien, der weiter versuchen will, Sebastian Vettel im Kampf um die Weltmeisterschaft abzufangen. «Es ist klar, dass die Lücke in der Weltmeisterschaft immer größer wird: Wir können rechnen, aber weder ich noch das Team werfen das Handtuch», schrieb Alonso auf der Ferrari-Homepage. Als Fünfter mit 69 Punkten ist der Rückstand auf Red-Bull-Pilot Vettel nach dessen fünftem Sieg im sechsten Lauf beträchtlich. Der Heppenheimer kommt auf 143 Zähler.

Briatore hat allerdings noch ein weiteres Eisen im Feuer. Briatore managt auch Vettels Teamrivalen Mark Webber. Der Australier ist mit 79 Punkten Dritter. Grund genug für seinen Manager, die Lage mit etwas Argwohn zu betrachten. In der italienischen «Gazzetta dello Sport» zweifelte er schon vor dem Monaco-Rennen die Gleichbehandlung Webbers und Vettels an. Wenn jedes Mal dieselbe Nummer falle, wisse er, dass unter dem Roulette ein Magnet sei, meinte Briatore.

Das Duell Webber gegen Vettel könnte wie jenes zwischen Ayrton Senna und Alain Prost sein, die sich vor rund 20 Jahren buchstäblich auf und neben der Strecke bekriegten. Damals hätten aber beide das selbe Auto gehabt. «Bei den beiden Red Bull aber ist vielleicht nur die Farbe gleich», meinte eben jeder Mann, unter dessen Führung Nelson Piquet Junior 2008 in Singapur einen absichtlichen Unfall baute. Das Rennen gewann damals übrigens Briatores Schützling Alonso, Briatore wurde nachträglich gesperrt. Von Jens Marx, dpa

dpa-infocom


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