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Petkovic noch nicht reif für den Grand-Slam-Coup

Paris Der Durchbruch auf der großen Tennis-Bühne blieb Andrea Petkovic auch in Paris verwehrt, bei ihrem Weg in die Weltspitze sieht sich die deutsche Nummer eins dennoch einen weiteren Schritt vorangekommen.

«Vielleicht war die Zeit einfach noch nicht reif», sagte Petkovic nachdem der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel mit der klaren Viertelfinal-Niederlage gegen die Russin Maria Scharapowa ein jähes Ende gefunden hatte. «Aber ich werde auch daraus lernen und noch stärker zurückkommen», versprach die 23-Jährige. Bei den French Open hatte sie erst zum zweiten Mal in ihrer Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier das Viertelfinale erreicht.

Wie schon bei den Australian Open in Melbourne zu Beginn des Jahres war für die Darmstädterin in der Runde der letzten Acht aber Endstation. Beim 0:6, 3:6 gegen die ehemalige Weltranglistenerste stand Petkovic lange auf verlorenem Posten. Ihrem Selbstvertrauen schadete die Klatsche auf dem Court Suzanne Lenglen aber nur kurzzeitig. Schon als der erste Frust verflogen war, blickte die Weltranglisten-Zwölfte wieder voller Optimismus in die Zukunft. «Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass ich an einem guten Tag jede Spielerin schlagen kann», sagte Petkovic. In der französischen Hauptstadt hatte sie diesen Tag im Viertelfinale leider nicht.

Bereits in der nun folgenden Rasensaison, die für sie nach ein paar Tagen Pause beim Turnier im englischen Eastbourne beginnt, will Petkovic ihren kontinuierlichen Aufschwung aber fortsetzen. «Ich bin immer noch am Anfang meiner Reise», meinte Petkovic, die ihre Leistungen beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres realistisch einschätzte. «Ich habe hier sicher nicht mein bestes Tennis gespielt, bin aber dennoch ins Viertelfinale eingezogen. Diese Erkenntnis ist vielleicht sogar wichtiger, als wenn ich überragend gespielt hätte und dann ausgeschieden wäre», sagte die Hessin.

Nach dem großen Favoritensterben in Paris war die deutsche Tennis-Hoffnung plötzlich zum Geheimtipp auf den Titel in Roland Garros avanciert, doch für den ersten deutschen Grand-Slam-Triumph seit Steffi Graf in Paris 1999 war die Einser-Abiturientin nicht bereit. «Die Sache ist, das Niveau konstant über zwei Wochen zu halten. Und ich habe bisher noch nicht bewiesen, dass ich das kann», sagte Petkovic im Interview mit «sportschau.de». «Und daher glaube ich auch nicht, dass ich den Titel schon verdient hätte.»

Das könnte sich allerdings schon bald ändern, entwickelt sich Petkovic auch in Zukunft so rasant weiter. Ihr Umfeld hat die Fed-Cup-Spielerin mit dem Engagement des erfahrenen Schweizers Heinz Günthardt als Berater bereits professionalisiert, von ihrer harten Vorbereitung profitierte Petkovic auch in Paris wieder. Nun gilt es, noch mehr an ihrem Spiel zu feilen, vor allem beim Aufschlag hat sie noch viel Luft nach oben.

Gegen Scharapowa brachte sie erst zu Beginn des zweiten Satzes erstmals ihr Service durch. «Das war sicher einer der großen Unterschiede zum Spiel in Melbourne», sagte Petkovic mit Blick auf das Achtelfinal-Duell bei den Australian Open. Im Januar hatte die Deutsche unerwartet klar in zwei Sätzen gewonnen. Dieses Mal drehte Scharapowa den Spieß um. Die Zeit für Petkovic war einfach noch nicht reif. Von Lars Reinefeld, dpa

dpa-infocom


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