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Top Vier unter sich - Federer fordert Djokovic

Paris Rafael Nadal ist eigentlich kein Mann großer Worte.

Doch selbst der sonst eher schüchterne Spanier gerät vor dem French-Open-Halbfinale zwischen Novak Djokovic und Roger Federer ins Schwärmen.

«Der derzeit beste Spieler der Welt gegen den besten Spieler in der Geschichte. Das wird ein interessantes Match», sagte der Spanier, der im zweiten Vorschlussrundenduell auf den Schotten Andy Murray trifft. Ein großer Tennis-Tag steht an in Roland Garros, die Top Vier sind unter sich.

Vor allem für Djokovic steht viel auf dem Spiel. Gewinnt der Serbe das Mega-Duell gegen Federer, erreicht er nicht nur erstmals in seiner Karriere das Finale der French Open und stellt mit dem 42. Sieg in dieser Saison den Startrekord von John McEnroe aus dem Jahr 1984 ein. Mit einem Erfolg auf dem Court Philippe Chatrier würde er zudem Nadal als Nummer eins der Welt ablösen.

«Ich spiele im Moment des beste Tennis meines Lebens und muss einfach rausgehen und daran glauben, dass ich auch dieses Spiel gewinnen kann», sagte Djokovic. Dass er durch die Verletzung des Italieners Fabio Fognini kampflos ins Halbfinale einzog und dadurch seit vier Tagen kein Match bestritten hat, sieht der 24-Jährige nicht als Nachteil. «Ich habe in diesem Jahr so viel Tennis gespielt, da glaube ich nicht, dass ich den Rhythmus verlieren könnte.»

Jahresübergreifend ist der Australian-Open-Champion sogar schon seit 43 Partien ungeschlagen und könnte damit Ivan Lendls Marke von 44 Siegen zwischen September 1981 und Februar 1982 mit dem vierten Erfolg in Serie gegen Federer egalisieren. Länger unbesiegt wäre dann nur noch der Argentinier Guillermo Vilas, der von Juli bis September 1977 sogar 46 Partien nacheinander gewann.

Federer glaubt nicht, dass es Djokovic um diese Statistiken geht. «Ich denke, die Möglichkeit, Nummer eins zu werden, ist jetzt das große Ding für ihn. Nicht so sehr die Serie», meinte der Schweizer, dem zuletzt etwas weniger Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Doch das scheint dem 16-maligen Grand-Slam-Champion gut zu gefallen. Entspannt und gelöst gibt sich der 29-Jährige in Paris, wo er 2011 bislang noch keinen Satz abgegeben hat. «Ich fühle mich sehr gut und werde alles versuchen, um mal wieder ins Finale bei einem Grand-Slam-Turnier einzuziehen», sagte der Paris-Champion von 2009. Zuletzt gelang ihm dies beim Australian-Open-Triumph 2010.

Ein wenig im Schatten steht das zweite Halbfinale zwischen Nadal und Murray. Doch hochklassiges Tennis ist auch im Duell der beiden Freunde garantiert. Nadal wirkt in der französischen Hauptstadt zwar recht mürrisch und genervt von kritischen Fragen über seine Form. Zuletzt zeigte seine Leistungskurve aber deutlich nach oben.

Dass er am Freitag seinen Status als Branchenprimus erstmals seit dem 7. Juni 2010 wieder verlieren kann, kümmert das mallorquinische Kraftpaket wenig. «Die Nummer eins ist nicht in Gefahr, sie ist schon weg. Wir dürfen uns nichts vormachen, das ist die Realität», hatte Nadal bereits nach seiner Niederlage gegen Djokovic im Finale von Madrid gesagt. Nadal treibt vielmehr die Aussicht auf seinen sechsten French-Open-Titel an. Damit würde er mit dem Schweden Björn Borg gleichziehen und Tennis-Geschichte schreiben. Von Lars Reinefeld, dpa

dpa-infocom


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