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Nackte Bäume gegen nackte Zahlen

Bonn (dpa) - Der Patient Wald hat sich etwas erholt, sein Zustand bleibt aber kritisch. Nach dem Waldzustandsbericht 1995, den die Bundesregierung am Donnerstag in Bonn vorlegte, sind 61 Prozent der Bäume sichtbar krank. Vor Jahresfrist waren dies noch 64, auf dem Höhepunkt der Walschäden 1992 sogar 68 Prozent. Auch der Anteil der stark geschädigten Bäume ging 1995 von 25 auf 22 Prozent zurück.

"Der Wald stirbt ungebremst weiter", erklärte dagegen Greenpeace. Bildvergleiche (Fotos: Hamberger/Greenpeace) bewiesen: während in Bonn die neuesten Zahlenkolonnen das Problem verschleiern, stirbt der Wald in rapidem Tempo weiter. "Landwirtschaftsminister Borchert setze seine jährlich wiederkehrenden Zahlenspielchen fort und versteckt das wahre Ausmaß des Waldsterbens wieder hinter geschönten Statistiken. Der fotografische Waldsterbensbericht von Greenpeace stehe im Gegensatz zu den endlosen Zahlenkolonnen aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium: Bilder statt nüchterner Statistiken; Bildvergleiche, die daran erinnern, wie der Wald tatsächlich einmal ausgesehen hat. » Fortsetzung


Jetzt fällt auch Strom und Gas aus

Paris (dpa) - In Frankreich haben sich am Donnerstag die Streiks gegen drastische Kürzungen im Sozialbereich ausgeweitet. Nach dem Ausstand der Eisenbahner, die bereits den siebten Tag streiken, müssen die Franzosen mit zeitweiligen Stromabschaltungen wegen eines Streiks bei den Strom- und Gaswerken rechnen. Außerdem wird es zu Verzögerungen bei der Post kommen.

Bei der Post werden nach offiziellen Angaben seit Donnerstag 50 der 130 Verteilpostämter bestreikt. In zahlreichen Gebieten konnte in der Nacht nur die Hälfte der Postsendungen abgefertigt werden. Da in Paris erneut die S- und U-Bahnen sowie fast alle Busse wegen eines Streiks stillstanden, waren Millionen Pendler wie an den Vortagen darauf angewiesen, ihren Arbeitsplatz mit dem Auto zu erreichen. Um die französische Hauptstadt kam es am Morgen erneut zu kilometerlangen Staus auf allen Zufahrtsstraßen. Foto: Reuter


Polizistinnen bekommen Uniformen mit Platz für Busen

Kopenhagen (dpa) - Dänemarks Polizistinnen sollen nicht mehr in klobigen Männeruniformen auf die Jagd nach Gesetzesbrechern gehen. Wie die Zeitung "Jyllands-Posten" am Dienstag berichtete, lieferten Experten der Designschule von Kopenhagen jetzt ihre Entwürfe für geschlechtsspezifische Berufskleidung ab. Der "femine Schnitt" der neuen Uniformen beinhaltet sowohl eine Hose mit Taille als auch Platz im Hemd für den Busen. "Jyllands-Postens" zollte auch den neuen Polizeiröcken Lob: "Sie sehen nicht aus wie Zelte." Der neue Mantel ist in einem "leichten Empire-Schnitt" einschließlich Goldknöpfen vom Hals bis zum Knie gehalten, schreibt das Blatt.

Siehe dazu auch: Falscher BH kann krank machen


Amnesty International              Greenpeace
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