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. . . Jahrhundert-Blizzard begrub Osten der USA

In New York machte die UN am East River zu. Etwa 1300 Schneepflüge waren im Einsatz. Die Schulen waren zum erstenmal seit 1978 geschlossen. Fußgänger und Langläufer eroberten in Manhattan die traditionell vom Verkehr verstopften Verkehrsadern wie die Fifth Avenue.

Neben Cincinnati (Ohio) meldete am Montag bei anhaltendem Schneefall Philadelphia (Pennsylvania) am Montag mit 75 Zentimeter einen Rekordniederschlag. Eine Rekordmenge wurde auch für New York erwartet. Dort steht der Spitzenwert im Central Park aus dem Jahr 1947 bei 66 Zentimetern. In Washington war der Sturm mit knapp einem halben Meter Schnee der schwerste seit 1979.

Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h

Durch Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern wurden in einzelnen Gebieten Schneewehen von zwei Metern erreicht. In Pennsylvania wurden in 47 Bezirken alle Straßen gesperrt, nur noch Notdienste, Polizei und Feuerwehr durften verkehren.

Kentucky meldete den Tod von mindestens fünf Menschen durch den Blizzard. In Washington war am Sonntag der Fahrer einer U-Bahn gestorben, als er beim Rangieren zum Schluß seines Dienstes auf eine parkende Bahn prallte. Zahlreiche Menschen saßen im Schneetreiben in ihren Autos fest. Reisende mußten teilweise auf den Flughäfen übernachten. Flüge auch aus Deutschland mußten in andere Städte der USA umgeleitet werden.

Die Menschen in der Region wurden über die Medien aufgefordert, am Montag zu Hause zu bleiben. Das Fernsehen berichtete rund um die Uhr über die Wetterlage, der von den Meteorologen zum "Blizzard 96" ernannt wurde. Der Sturm, der den Nordosten der USA in der Nacht zum Sonntag erfaßt hatte, sollte am Montag abklingen. Die eisigen Winde sollten jedoch weiter anhalten, prohezeiten die Wetterfrösche. Foto: Reuter


Last edited: jo@rhein-zeitung.de 12.06.1998 06:30