Die Leiche der 50jährigen wurde nach Angaben der englischen Polizei am Morgen um 09.40 Uhr Ortszeit in einem mit Abgasen gefüllten Auto bei ihrem Haus in der Belgrave Road in Seaford bei Eastbourne gefunden. Hintergrund könnten Vorwürfe gewesen sein, sie habe eine Mitschuld am Tod von Hendrix, weil sie zu spät den Arzt gerufen hätte. Der legendäre Gitarrist war am 18. September 1970 in der Londoner Wohnung Dannemanns 27jährig an einer Schlaftabletten-Überdosis gestorben.
Man gehe nicht davon aus, daß Monika Dannemanns Tod "unter verdächtigen Umständen" eingetreten sei, hieß es. Die britische Polizei benutzt diese Formulierung im allgemeinen bei Selbstmorden.
Erst Anfang März hat der britische Generalstaatsanwalt eine neue gerichtliche Untersuchung zum Tod des amerikanischen Rockstars abgelehnt. Etchingham hatte versucht, den Fall neu aufzurollen.
Die Ex-Eiskunstläuferin Monika Dannemann war die letzte Gefährtin von Jimi Hendrix, den sie 1969 bei einem Konzert in Düsseldorf kennengelernt hatte. Als Hendrix am 18. September 1970 an einem tödlichen Cocktail von Barbituraten und Alkohol starb, war sie bei ihm. Die Rettungswache hatte ihn aus der Londoner Wohung zum Krankenhaus gebracht, wo er nach Dannemanns Darstellung zunächst noch gelebt haben soll. Nach Angaben eines Pathologen war der Tod jedoch schon Stunden vorher eingetreten. Etchingham hatte später behauptet, Dannemann habe zu spät die Rettungswache gerufen habe, weil sie angeblich erst Drogen beseitigen wollte. Foto: dpa (Archivbild von 1970)