Dressur-Equipe "steht" - Ohne Nicole Uphoff nach Atlanta
"Königin" Isabell Werth herrscht im Dressur-Viereck
Aachen (dpa) - "Königin" Isabell Werth aus dem niederrheinischen Rheinberg herrscht weiter unangefochten im Dressur-Viereck.
Mit einem überlegenen Sieg in der Kür krönte die Doppel-Weltmeisterin ihren Auftritt beim 59. Offiziellen Internationalen Reitturnier (CHIO) der Bundesrepublik in Aachen, nachdem die 26jährige Jurastudentin zuvor mit ihrem 13jährigen Fuchswallach Gigolo schon den Grand Prix und den Grand Prix Special für sich entschieden hatte. Alles in allem kassierte sie damit 83 000 Mark - das hat in der Dressur nahezu Springreiter-Niveau. Auf die Plätze ritten mit Monica Theodoresu (Sassenberg) auf Grunox und Martin Schaudt (Albstadt) auf Durgo zwei Sportler, die ihren Anspruch auf einen Platz im Olympia-Team unterstrichen. Vor allem der schon fast abgechriebene 37jährige Schaudt empfahl sich erneut für ein Atlanta-Ticket. "Ich kämpfe bis zuletzt um einen Platz in der Olympia-Equipe", hatte er vorher verkündet. Die Zuschauer verabschiedeten ihn mit großen Beifall und pfiffen kräftig, als die Richter ihn hinter Monica Theodorescu sahen. Hinter den Erwartungen blieb in der Kür die viermalige Olympiasiegerin Nicole Uphoff-Becker (Warendorf) mit ihrem schon 19jährigen Erfolgswallach Rembrandt, die im Grand Prix und im Grand Prix Special jeweils Vierte gewesen war, mit Rang 5 hinter Nadine Capellmann-Biffar (Aachen) auf Gracioso. Doch Nicole Uphoff-Becker warb schon für sich und Atlanta: "Rembrandt liebt es mehr, wenn es richtig heiß ist." Dagegen gab Klaus Balkenhol (Düsseldorf) mit seinem Goldstern nach dem achten Platz offen zu: "Die Kür ging bei mir in die Hose." Mit Platz 3 im Grand Prix und Rang 5 im Grand Prix Special hatte er jedoch bereits die notwendigen Punkte gesammelt. Von Gerd Lemke, dpa
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