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Vermutlich älteste Haschischpfeife in Bayern ausgegraben

Kelheim (AP) Die Menschen der Hügelgräber-Kultur zur Bronzezeit vor 3.500 Jahren haben möglicherweise schon Hanf oder Schlafmohn in Pfeifen mit tönernem Kopf und hölzernem Saugrohr geraucht.

Darauf deutet ein archäologischer Fund aus Bad Abbach-Heidfeld (Landkreis Kelheim) in Bayern hin, den der Prähistoriker Michael Rind aus Kelheim als Tonpfeifenkopf betrachtet. Dies berichtet das neue Buch "Deutschland in der Bronzezeit" des Mainzer Wissenschaftsautors Ernst Probst.

Das spektakuläre Objekt ist fast vier Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von 4,5 Zentimetern. Vom schräg nach unten verlaufenden Saugrohr mit einem Innendurchmesser von zwei Millimetern sind nur noch 1,5 Zentimeter erhalten. Am Fundort des mutmaßlichen Pfeifenkopfes kam auch das eventuelle "Feuerzeug" zum Vorschein, nämlich ein Feuerstein mit zahlreichen Benutzungsspuren. Laut Rind könnte der Fund die älteste Pfeife der Welt sein.



Last edited: mw@rhein-zeitung.de 12.06.1998 06:36