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Gelungener Start für Anke Huber

Filderstadt (dpa) - Drei Tage nach ihrem Sieg in Leipzig ist Anke Huber schwungvoll in das mit 450 000 Dollar dotierte Turnier von Filderstadt gestartet. Die Karlsdorferin bezwang am Mittwoch in der ersten Runde Elena Wagner (Heidelberg) nach 45 Minuten 6:2, 6:1. "Ich bin froh, daß es so schnell ging", sagte Huber, die am Abend zuvor im Doppel bis kurz vor Mitternacht auf dem Platz gestanden war. Im Achtelfinale an diesem Donnerstag trifft die Fünfte der Weltrangliste auf die Niederländerin Brenda Schultz-McCarthy.

Die an Nummer fünf gesetzte Huber strebt bei ihrem "Lieblingsturnier" vor den Toren Stuttgarts ihren dritten Sieg nach 1990 und 1994 an. "Es ist immer wieder schön, hier herzukommen. Für mich ist es das schönste Turnier, von der Organisation her und von der familiären Atmosphäre. Und mein Elternhaus liegt nur eine Stunde entfernt", sagte sie. Trotz des deutlichen Ergebnisses gegen ihre Klubkollegin vom Bundesligisten Heidelberger TC kämpfte die Mitfavortin des Grand Prix-Turniers mit Umstellungsschwierigkeiten. "Das hier ist ein total anderer Platz als in Leipzig; er ist sehr schnell, und der Ball springt viel höher", meinte Huber.

Wagners Aufschlagschwäche entscheidend

Die in Sofia geborene Wagner hatte schon einmal gegen Huber gespielt - und gewonnen. Das war 1989 in Erlangen. Nach der jetzigen Lehrstunde im "badischen Duell" tröstete sie sich mit 3 150 Dollar, die sie als Siegerin der Qualifikation erhält. Vor allem ihre Aufschlagschwäche verhinderte ein besseres Ergebnis für die Nummer 62 der Weltrangliste. "Daran muß ich noch arbeiten, das war mein Schwachpunkt", gestand Wagner. Dagegen beeindruckte Huber vor 1 500 Zuschauern mit sichtlich verbesserten Aufschlägen. "Zum ersten Mal seit langem konnte ich das trainieren", berichtete die 21jährige von überstandenen Problemen mit der Schulter. "Ich habe wirklich daran gearbeitet, der ganze Rhythmus ist besser geworden." Foto: dpa

Last edited: jp@rhein-zeitung.de 12.06.1998 06:37