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David M. Lee

Hamburg (dpa) - Ein ehemaliger Kollege beschreibt ihn als "trockenen Amerikaner mit gutem Humor". Er sei ein typischer Wissenschaftler, der sich hauptsächlich auf seine Arbeit konzentriere, sagte Prof. Peter Wölfle von der Universität Karlsruhe, der den Physik-Nobelpreisträger David M. Lee aus den 70er Jahren von einem Forschungsaufenthalt an der Cornell University kennt.

Lee selbst beschreibt die Forscherjahre an der Cornell Universität als "die aufregendste Zeit meines Lebens". "Jeden Morgen, wenn ich in das Labor kam, gab es eine neue Überraschung." Lee ist mit 65 Jahren der älteste der drei ausgezeichneten Physiker. Die Benachrichtigung über den Preis erreichte ihn bei seinen morgendlichen Turnübungen. Seinen Tagesablauf werde er nicht ändern. Pünktlich um 8.00 Uhr wolle er seinen Physik-Kurs an der Universität unterrichten, sagte er dpa.

Lee wurde am 20. Januar 1931 in Rye im US-Bundesstaat New York geboren. Er studierte zunächst an der Harvard Universität und erwarb seinen Doktortitel an der renommierten Yale University in New Haven (US-Staat Connecticut). Als Gastprofessor arbeitete er an verschiedenen amerikanischen Universitäten, in Peking und im französischen Grenoble.

Lee war in den 60er Jahren John Simon Guggenheim Stipendiat. Für die Entdeckung von Suprafluidität in Helium-3 erhielt er wie auch seine Kollegen bereits 1976 den Sir Francis Simon Memorial Prize des Institute of Physics und 1980 den Oliver E. Buckley Solid State Physics Prize der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft. Lee ist verheiratet und hat zwei Söhne.


Last edited: aj@rhein-zeitung.de 12.06.1998 06:37