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Eine der größten Katastrophen in Sportstadien

Hamburg (dpa) - Die Panik im überfüllten Fußballstadion von Guatemala-Stadt hat zu einer der größten Katastrophen bei Sportveranstaltungen geführt. Ursachen derartiger Unglücke waren Auseinandersetzungen zwischen Zuschauern, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen, technische Mängel und plötzliche Panik.

24.05.1964 Lima/Peru - In Lima kommt es bei einem Fußball-Länderspiel durch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung zu einer Massenhysterie, bei der 350 Menschen ums Leben kommen.

23.06.1968 Buenos Aires/Argentinien - In Buenos Aires bricht nach einem Fußballspiel unter den 90 000 Zuschauern eine Panik aus. Im Gedränge vor dem Stadiontor werden 73 Menschen getötet.

02.01.1971 Glasgow/Schottland - In Glasgow kommen 66 Menschen ums Leben, als nach dem Ende eines Fußballspiels die Menschenmenge ein Treppengeländer durchbricht und Panik entsteht.

20.10.1982 Moskau/UdSSR (unbestätigt) - Im Anschluß an ein UEFA- Pokalspiel zwischen Spartak Moskau und dem FC Haarlem soll es nach unbestätigten Berichten zu einer Massenpanik gekommen sein, bei der angeblich 340 Menschen getötet wurden.

11.05.1985 Bradford/Großbritannien - Bei einem Brand, der vermutlich durch mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen im Fußballstadion von Bradford ausbrach, kommen 56 Menschen ums Leben.

29.05.1985 Brüssel/Belgien - Im Heysel-Stadion in Brüssel kommt es beim Europacup-Endspiel zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin zu Ausschreitungen, bei denen 39 Menschen getötet werden.

12.03.1988 Kathmandu/Nepal - In Kathmandu entsteht bei einem Fußball- Länderspiel zwischen Nepal und Bangladesch durch einen Hagelsturm eine Panik, bei der bis zu 75 Menschen ums Leben kommen.

15.04.1989 Sheffield/England - Im Fußballstadion von Sheffield werden bei einer Panik, die durch nachdrängende Zuschauer ausgelöst wird, 96 Menschen getötet.

09.07.1996 Tripolis/Libyen - Durch eine Schiedsrichterentscheidung bricht bei einem Fußballspiel im Stadion von Tripolis ein Tumult los, bei dem sich die Wut der Zuschauer schließlich gegen einen Sohn des Staatschefs Muammar el Gaddafi richtet. Es kommt zu einer Schießerei zwischen Zuschauern und Gaddafi-Leibwächtern. 60 Menschen werden tödlich getroffen, zehn Menschen zu Tode getrampelt.


Last edited: jo@rhein-zeitung.de 12.06.1998 06:37