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. . . Erfolg für serbische Opposition

Die Delegation unter Leitung des ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten Felipe Gonzalez war dabei zu dem Ergebnis gekommen, daß die Opposition in Belgrad und 13 weiteren Städten gewonnen hat. Die Regierung des serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic hatte die Ergebnisse in den von der Opposition gewonnenen Wahlkreisen von Gerichten für ungültig erklären lassen und dann Neuwahlen veranstaltet. Diese gewann sie dann, weil das Oppositionsbündnis Zajedno (Gemeinsam) die Wahlen boykottierte.

Djindijc: Proteste gehen weiter

Oppositionsführer Zoran Djindijc bekräftigte am Freitag, die Proteste würden weitergehen, bis der Wahlsieg anerkannt sei. Die Erklärung Milutinovics deute darauf hin, daß die Regierung den Sieg der Opposition in mehreren Städten und wohl auch in Belgrad nicht anerkennen wolle. Über die Wahlen zum Stadtrat habe Milutinovic nichts gesagt.

Djindjic sagte, er erwarte, daß sich jetzt der außenpolitische Druck verstärken werde. "Die politische Situation wird sich zuspitzen, und die Ereignisse werden sich beschleunigen." Die Einwohner der Städte wüßten, was vor sich gehe, aber die Landbevölkerung werde durch falsche Informationen gegen die Opposition aufgewiegelt, sagte Djindjic. Im Deutschlandfunk erklärte er, die Opposition versuche jetzt, ein alternatives Kommunikationsnetz aufzubauen, um den Druck auf die Regierung zu verstärken. Neue Sanktionen gegen Serbien lehnte der Führer von Zajedno ab. Milosevics Position sei durch Sanktionen in den letzten Jahren nicht wesentlich beeinträchtigt worden. Die Opposition werde ihre Proteste fortsetzen, bis die Wahlergebnisse anerkannt und die Medien liberalisiert seien. Foto: AP


Letzte Änderung: 08.04.1997 18:07 von aj