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Verrücktes Winterwetter in den USA:

50.000 fliehen vor Fluten an Westküste

Washington (dpa) - An der Westküste der USA sind nach schweren Überschwemmungen Zehntausende aus ihren Häusern geflüchtet. In Reno (Nevada) schlossen erstmals seit 40 Jahren die rund um die Uhr geöffneten Spielkasinos, da die Stadt unter Wasser stand. Dagegen ist es an der Ostküste und im Südwesten ungewöhnlich mild. Washington erwartete am Freitag mit fast 20 Grad eine Rekordtemperatur. In Texas ist es sogar hochsommerlich warm.

Im Norden Kaliforniens wurden in der Nacht zum Freitag die rund 50 000 Einwohner der Städte Marysville und Yuba City evakuiert, nachdem der Feather River überzutreten drohte. Die Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht. Im Yosemite-Nationalpark in der Sierra Nevada saßen 2 200 Touristen wegen Überschwemmungen fest.

Schwere Regenfälle und Tauwetter nach heftigen Schneefällen hatten die Überschwemmungen verursacht. Zehntausende Menschen in den Bundesstaaten Kalifornien, Idaho, Nevada, Oregon und Washington waren ohne Strom. Mehrere Autobahnen waren gesperrt. In Reno stand sogar der Flughafen unter Wasser. In Seattle bedrohten rund 70 Erdrutsche Häuser, über 40 Familien mußten ihre Wohnungen verlassen. Bei den Unwettern der vergangenen Woche sind insgesamt mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Der Sachschaden wird auf mehrere hundert Millionen Dollar geschätzt.

Unterdessen können die Menschen in den texanischen Großstädten Dallas und Houston - eineinhalb Wochen nach Weihnachten - bei Temperaturen von fast 30 Grad bereits wieder kurze Hosen und T-Shirts tragen. Die Meteorologen haben erst für die kommende Woche eine Abkühlung für diese Region vorausgesagt. Foto: AP


Letzte Änderung: 08.04.1997 18:07 von aj