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Clinton erklärt Kalifornien zu Katastrophengebiet

San Francisco (Reuter) - Nach schweren Stürmen und Überschwemmungen im Westen der USA hat Präsident Bill Clinton am Samstag Teile der Bundesstaaten Kalifornien und Idaho zum Katastrophengebiet erklärt. Damit wird den Flutopfern staatliche Wiederaufbauhilfe zur Verfügung gestellt. Offiziellen Angaben zufolge kamen mindestens 20 Personen ums Leben. 100.000 Menschen seien evakuiert worden. Auch in Brasilien richteten Überschwemmungen schwere Zerstörungen an. In den Bundesstaaten Minas Gerais und Rio de Janeiro sind Rundfunkberichten zufolge 60 Menschen getötet worden.

Clinton sagte an seinem Urlaubsort auf den Jungferninseln in der Karibik: "Unsere Gedanken und Gebete sind bei denen, die durch diese schrecklichen Überschwemmungen ihre Verwandten, ihre Wohnungen und ihre Geschäfte verloren haben". Stürme und Hochwasser haben Schätzungen zufolge Schäden von Hunderten Millionen Dollar angerichtet. Die meisten der Getöteten seien ertrunken, durch umstürzende Bäume oder bei Verkehrsunfällen umgekommen.

Am stärksten betroffen war amtlichen Angaben zufolge das Gebiet nördlich von Sacramento. Der über die Ufer getretene Feather-Fluß habe 450 Gebäude und Felder überflutet. Viele Menschen hätten sich auf die Dächer ihrer Häuser gerettet und seien von dort mit Hubschraubern evakuiert worden. Auch die Bundesstaaten Nevada, Oregon und Washington seien vom Unwetter betroffen. In Nevada und in Kalifornien gingen die Fluten nach Angaben der Behörden am Wochenende zurück.

In Brasilien sind Rundfunkberichten zufolge mindestens 20.000 Personen obdachlos geworden. Von den tagelangen Regenfällen am schwersten betroffen sei der Bundesstaat Minas Gerais. In der historischen Stadt Ouro Preto seien zwölf Menschen durch einen Erdrutsch begraben worden. In mehreren Städten sei der Katastrophenzustand ausgerufen worden. Weil die Dämme zu bersten drohten, hätten drei Wasserkraftwerke die Stauseen öffnen müssen. Fotos: AP


Letzte Änderung: 08.04.1997 18:07 von jp