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Wochenende bringt Wetterwende

Im Westen wird es wärmer - Im Süden und Osten bleibt es kalt

Offenbach (dpa) - Frostgeplagte im Westen Deutschlands können hoffen: Zum Wochenende ist eine Wetterwende hin zu milderen Temperaturen in Sicht. Verantwortlich dafür sind Sturmtiefs, die sich derzeit über dem Atlantik entwickeln und den Einfluß wärmerer Luft versprechen. Für den Osten und Süden Deutschlands gibt es dagegen noch keine Entwarnung. "Es ist fraglich, ob es dort Temperaturen über Null Grad geben wird", sagte der Meteorologe Klaus Gagel vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Dienstag. "In Deutschland zeichnet sich eine Zweiteilung des Wetters ab."

Unter dem Einfluß des Hochs Urban ist bis zum Samstag noch überall im Land klirrende Kälte angesagt. Zwar soll dabei tagsüber zum Teil die Sonne scheinen. Allerdings sinken die Temperaturen bei klarem Himmel besonders tief. In wolkenlosen Gebieten soll es den Meteorologen zufolge bis einschließlich Freitag nachts erneut bis minus 20 Grad Celsius kalt werden. Tagsüber erreichen die Temperaturen höchstens zwischen minus acht und minus drei Grad.

Über null Grad

Sollten sich die Prognosen bestätigen, können sich die Bewohner von Nordrhein-Westfalen dank wärmerer Luft aus Südwesten ab Samstag als erste an Temperaturen über dem Gefrierpunkt freuen. Ab Wochenbeginn wird dann auch in Niedersachsen und Schleswig-Holstein das Tauwetter einsetzen. Bei Temperaturen bis fünf Grad soll das Rheinland die erste schnee- und frostfreie Zone Deutschlands werden.

Anders sieht es im Osten und Süden aus. "Dort ist die Kaltluft zäh", sagte Gagel. Grund dafür seien Winde aus südöstlicher Richtung. Auch staue sich die kalte Luft an den Mittelgebirgen. Während die Chancen für Temperaturen über Null Grad zum Beispiel in Aachen, Düsseldorf und Bremen bei 80 Prozent lägen, könne damit in Görlitz, Nürnberg und Ulm nur zu höchstens 20 Prozent gerechnet werden.

Regen oder Schnee?

Noch unklar ist, ob es regnen oder schneien wird. Sollten sich die atlantischen Sturmtiefs auf Deutschland auswirken, werde es "mit Sicherheit nicht ganz ohne Niederschläge abgehen", sagte Gagel. "Alles ist vorstellbar, von Schnee über Glatteisregen bis zu normalem Regen. Wieviel und was davon fällt, ist aber nicht vorhersagbar." Nach den Worten des Meteorologen haben der Süden und Osten Deutschlands eher Chancen auf Schnee, während im Westen Regen und im Norden alle Formen niedergehen könnten. Satellitenfoto: DWD
Letzte Änderung: 08.04.1997 18:07 von aj