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Ölpest an Japans Westküste:

Helfer reinigen die Strände

Mikuni/Japan (AP) - Die Westküste Japans ist nach dem Tankerunglück über mehrere Kilometer mit Heizöl verschmutzt. Rund 120 Arbeiter der Stadt Mikuni, die 330 Kilometer westlich von Tokio liegt, versuchten am Mittwoch, den Strand zu reinigen.

Hubschrauber versprühten über dem Meer Chemikalien, um den Ölfilm zu zerstören. Nach Angaben eines Beamten von Mikuni kann es noch Monate dauern, bis das gesamte Ausmaß der Schäden ermittelt ist.

3,7 Millionen Liter ausgelaufen

Bisher sind 3,7 Millionen Liter Heizöl aus dem russischen Tanker "Nachodka" ausgelaufen, der am Donnerstag rund 110 Kilometer vor der Insel Oki in einem Sturm auseinandergebrochen war. Das kieloben treibende Wrack des Tankers lief vor der Küste von Mikuni auf Grund. Die Küstenwache versuchte, ein weiteres Auslaufen des Öls aus dem Wrack zu verhindern. Die Bekämpfung der Ölpest wurden auch am Mittwoch durch starken Wind und fünf Meter hohe Wellen behindert.

"Das hätte nicht an einem schlechteren Ort zu einem schlechteren Zeitpunkt kommen können", sagte der Fischer Toru Yoshida. Zu dieser Jahreszeit seien die Eier von Tintenfischen im Wasser, ergänzte Yoshida. Nach Angaben des örtlichen Tourimusverbandes sind jedoch Krabben, Schrimps und Seeflundern nicht von der Ölpest betroffen, weil sie in tieferen Meeresregionen leben. Foto: AP


Letzte Änderung: 08.04.1997 18:07 von aj