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Deutschland bleibt "Tiefkühlschrank"

Doch keine Wetterwende: Mammut-Hoch sorgt weiterhin für eisige Kälte

Offenbach (dpa) - Deutschland bleibt weiterhin ein überdimensionaler Tiefkühlschrank. Ein ungewöhnlich großes Hochdruckgebiet, das von Grönland bis in die Ukraine reiche, verhindere mindestens bis zur nächsten Woche das Vordringen milderer Luft nach Deutschland. "Von einer Wetterwende kann im Moment keine Rede sein", meinte Karl-Heinz Nottrodt vom Deutschen Wetterdienst am Mittwoch in Offenbach.

Die Aussicht auf Schnee sei hingegen vorerst gering - bis auf sogenannten Industrie-Schnee aus Werks-Schloten; dabei gefrierten Wasserdampf und Schadstoffe zu Eis, das sich in der Umgebung der Industriebetriebe niederschlage.

Denn für die nächsten Tage rechnen die Wetterfachleute mit Nachttemperaturen von bis zu 14 Grad unter dem Gefrierpunkt. Tagsüber könne die Quecksilbersäule auf minus zehn Grad absinken.

Erfahrung widerspricht Computern

Zwar deuteten die Computer am Mittwoch weiterhin eine Tendenz zu einer Abschwächung des Dauerfrostes an. Doch diesen Berechnungen mißtrauen die Wetterfachleute vorerst noch. "Wir verlassen uns in diesem Fall lieber auf unsere Erfahrungen. Und die sagen uns: Bei einem so kräftigen Hochdruckgebiet haben es Tiefausläufer in der Regel schwer, sich durchzusetzen", sagte Nottrodt. Außerdem werde die Kälte von der immer noch bundesweit flächendeckenden Schneedecke mit Nachschub versorgt. Satellitenfoto: DWD

Letzte Änderung: 08.04.1997 18:07 von aj